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Was kostet eine Website? Die fünf Posten und die Rechnung fürs zweite Jahr

Was eine Website kostet, entscheidet weniger der Bau als die Frage, wer sie danach pflegt. Die Rechnung hat fünf Posten: Bau, Domain, Hosting, Pflege und Rechtstexte. Beim Baukasten zahlst du mit Zeit, bei der Agentur mit Honorar, beim Bauen lassen mit Betrieb mit einem Monatsplan.

· Von Melta

Was kostet eine Website? Die fünf Posten hinter der Zahl

Der Haken zuerst: Auf die Frage, was eine Website kostet, gibt es keine einzelne Zahl, und wer dir eine nennt, hat mindestens einen Posten weggelassen. Die Rechnung hat fünf Teile. Nur einer davon steht in den Angeboten, die du gerade einholst.

Der Bau ist der sichtbare Posten. Konzept, Gestaltung, Texte und die Technik, die daraus eine Seite macht. Die Domain ist deine Adresse. Sie läuft auf deinen Namen und verlängert sich jährlich. Das Hosting ist der Platz, auf dem die Seite liegt, und die Rechnung dafür kommt so lange, wie die Seite steht. Die Pflege umfasst Updates, Sicherungen, Zertifikate und jede Änderung an Text, Preis oder Öffnungszeit. Und die Rechtstexte, also Impressum und Datenschutzerklärung, müssen zur Seite passen und mit ihr altern.

Posten Wann er anfällt Woran du ihn erkennst
Bau einmal, vor dem Start im Angebot oder in deinen Abenden
Domain jedes Jahr Jahrespreis, im ersten Jahr oft rabattiert
Hosting jeden Monat oder jedes Jahr Tarif, im ersten Jahr oft mit Aktionspreis
Pflege und Änderungen laufend, nach Auslöser Stundensatz, Wartungsvertrag oder deine Zeit
Rechtstexte beim Start und bei jeder neuen Funktion Generator, Kanzlei oder deine Zeit

Über mehrere Jahre gerechnet ist der Bau selten der grösste Posten. Wer die Seite selbst pflegt, zahlt mit Abenden. Wer jede Änderung einkauft, merkt es im zweiten Jahr. Beides ist in Ordnung, solange du es vorher weisst. Was zur Pflege gehört und wie sich ihr Preis bildet, steht im Artikel über Website Wartung.

Wie viel kostet eine Website erstellen zu lassen?

Das hängt davon ab, wen du fragst, und noch mehr davon, was nach der Übergabe passiert. Es gibt vier Wege, und jeder verteilt Bau, Pflege und Risiko anders.

Eine Agentur rechnet nach Aufwand: Konzeptphase, Design, Entwicklung, Tests, Projektleitung. Für eine einfache Web-App mit eigener Logik liegen die Angebote meist im fünfstelligen Bereich, für ein Produkt mit Logins, Zahlungen und mehreren Rollen oft im sechsstelligen. Für eine Firmenseite ohne Login bekommst du die Zahl erst mit dem Angebot. Hosting und Wartung sind darin selten mitgerechnet, und Änderungen nach der Abnahme laufen über einen Wartungsvertrag oder ein neues Angebot. Zeit bis zur ersten Version: Wochen bis Monate.

Ein Freelancer ist günstiger, weil weniger Personen beteiligt sind. Abgerechnet wird nach Stunden- oder Tagessatz, die Summe hängt vom Umfang ab. Die Projektsteuerung liegt bei dir, und du trägst das Risiko, dass die Person später nicht mehr verfügbar ist.

Ein Baukasten kostet ein monatliches Abo. Zahlungen, E-Mail, Domain, Rechtstexte und Analytics kommen einzeln dazu. Der eigentliche Preis sind deine Stunden und die Grenzen des Editors.

Der vierte Weg ist Bauen lassen mit Betrieb: Ein Dienst baut die Seite aus deiner Beschreibung und betreibt sie danach. Ein Beispiel dafür ist Melta. Du beschreibst die Idee, bekommst ein Konzept, und nach der Freigabe bauen KI-Agenten die Seite in bis zu 24 Stunden. Der günstigste Plan kostet 100 USD im Monat, bei Jahreszahlung zahlst du zehn Monate für zwölf, und die Betriebskosten des Produkts werden einmal im Monat zum Selbstkostenpreis abgerechnet. Änderungen laufen danach per Chat, ohne zweiten Bauauftrag.

Weg Einmalig Laufend Bleibt bei dir
Agentur Festpreis oder Aufwand, meist fünfstellig Wartungsvertrag, Hosting, Änderungen nach Aufwand Pflichtenheft, Abnahme, Betrieb organisieren
Freelancer Stunden- oder Tagessatz, Summe nach Umfang weitere Stunden je Änderung, Hosting separat Projektsteuerung, Ersatz bei Ausfall, Betrieb
Baukasten deine Zeit oder eine bezahlte Einrichtung Abo plus Zusatzdienste einzeln Bauen, Rechtstexte, Domain, Wartung
Bauen lassen mit Betrieb über den Dienst, nach Umfang ein Monatsplan Produkt beschreiben, Konzept prüfen, Änderungen anstossen

Der Vergleich zwischen Agentur und Bauen lassen mit Betrieb stellt die beiden Modelle Posten für Posten nebeneinander, mit den Fällen, in denen die Agentur die bessere Wahl ist.

Was kostet eine Website pro Monat und im Jahr?

Der Monatspreis auf der Tarifseite ist der kleinste Teil der Rechnung. Er gilt oft nur im ersten Jahr, nur bei Jahreszahlung und nur für den Tarif, in dem gerade die Funktion fehlt, die du brauchst. Rechne deshalb nie mit dem Monat eins, sondern mit dem Jahr zwei.

Zum Tarif kommen Posten, die in fast jedem Angebot separat auftauchen: die Domain nach dem Aktionsjahr, ein Mailpostfach unter der eigenen Adresse, Erweiterungen aus einem Katalog, bei Shops die Gebühr je Zahlung und bei manchen Anbietern ein Anteil am Umsatz. Keiner dieser Posten ist für sich gross. Zusammen entscheiden sie, ob der günstige Tarif am Ende der teure war.

Die Jahresrechnung einer Website ist deshalb eine Summe aus vier Zeilen: der Hosting- oder Plantarif zum regulären Preis nach dem Aktionsjahr, die Domain, die Postfächer und die Arbeit für Wartung und Änderungen. Die letzte Zeile ist die unsichtbare. Bei einem Wartungsvertrag kaufst du keine Menge Arbeit, sondern eine Bereitschaft, und wer garantiert, am Sonntagabend zu reagieren, rechnet anders als jemand, der Updates sammelt und gebündelt einspielt.

Wer die Modelle nebeneinander legen will, findet im Vergleich der Homepage-Baukästen nach Typ eine Tabelle, die Bau, Hosting, Domain, Änderungen und Shop-Gebühren je Modell sortiert. Konkrete Beträge stehen nur auf den Preisseiten der Anbieter, und dort lohnt sich der Blick in die Fussnoten mehr als auf die grosse Zahl.

Wie viel kostet eine Website in der Schweiz und in Deutschland?

Die Posten sind in beiden Ländern dieselben. Was sich unterscheidet, sind Währung, Steuer und die Pflichten rund um die Rechtstexte.

Viele Anbieter rechnen in Euro oder US-Dollar ab. Sitzt dein Betrieb in der Schweiz, brauchst du dann den Kurs am Rechnungsdatum und musst prüfen, ob Mehrwertsteuer ausgewiesen ist oder ob du sie als Bezugsteuer selbst abrechnen musst. Domain und Hosting werden dabei gleich behandelt. Wer nach einem Schweizer Anbieter sucht, tut das meist nicht wegen der Ladezeit, sondern weil der Vertrag Schweizer Recht unterliegen soll, die Daten im Land liegen sollen und die Rechnung in Franken kommen soll. Beim Preisvergleich zwischen Schweizer und deutschen Anbietern rechne in derselben Währung und mit dem Preis nach dem Aktionsjahr.

Bei den Rechtstexten kostet der Fehler mehr als der Text. In Deutschland regelt § 5 DDG, was im Impressum einer nicht rein privaten Website stehen muss. Wer die Angaben weglässt, riskiert eine kostenpflichtige Abmahnung durch Mitbewerber, und der Verstoss gilt als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbusse von bis zu fünfzigtausend Euro. Die Schweiz macht die Impressumspflicht davon abhängig, ob du online verkaufst. Ein Impressum, das beim Start stimmte, ist nach dem Umzug falsch, und eine Datenschutzerklärung ohne das neue Kontaktformular ist lückenhaft. Diese Pflege gehört in die Jahresrechnung, in beiden Ländern.

Domain, Hosting, Rechtstexte: die kleinen Posten

Die Domain ist der Posten mit der längsten Laufzeit. Du kaufst sie für ein Jahr, sie verlängert sich jährlich, und der Preis im ersten Jahr ist oft ein Aktionspreis. Weil die Domain auf deinen Namen läuft, kannst du sie zu jedem anderen Anbieter umziehen. Genau deshalb sollte sie nie im Namen einer Agentur oder eines Baukastens registriert sein. Was du an Verlinkungen und Vertrauen über die Jahre aufbaust, gehört dann deiner Adresse und nicht einer Plattform.

Beim Hosting sagt der Preis allein wenig. Viele Tarife sind im ersten Jahr rabattiert und danach teurer, und die Laufzeit verlängert sich oft von selbst. Was das Paket abdeckt, verschiebt das Bild: Postfächer, Zertifikat, Sicherungen und Support sind beim einen Anbieter im Paket und beim anderen ein Zuschlag. Wähle den Tarif nach dem, was du im ersten Jahr brauchst, nicht nach dem Maximum. Speicher lässt sich bei fast allen Anbietern später erhöhen. Was ein Hoster leistet und woran du einen guten erkennst, steht im Ratgeber zum Webhosting.

Die Rechtstexte sind der Posten, den niemand ins Angebot schreibt. Ein Text aus einem Generator beschreibt die Dienste, die du angeklickt hast, nicht die, die deine Seite tatsächlich lädt. Läuft das Kontaktformular über einen Drittanbieter oder kommen die Schriften von einem fremden Server, muss das drinstehen. Jede neue Funktion zieht eine Anpassung nach sich.

So rechnest du aus, was deine Website kostet

Nimm ein Blatt und schreib fünf Zeilen: Bau, Domain, Hosting, Pflege, Rechtstexte. Trag für jede Zeile ein, wer sie übernimmt und was sie im zweiten Jahr kostet, nicht im ersten. Für den Bau steht dort ein Angebot oder eine Zahl an Abenden. Für Domain und Hosting stehen die regulären Preise nach dem Aktionsjahr. Für die Pflege steht ein Stundensatz, ein Wartungsvertrag oder deine Zeit, und für die Rechtstexte der Aufwand bei jeder neuen Funktion.

Dann stell jedem Anbieter dieselben vier Fragen. Wer baut die Seite, und wer ändert sie danach? Was kostet sie über zwölf Monate, mit Domain, Mail und allem, was der Tarif nachträglich verlangt? Welche Funktionen gehen mit Bordmitteln, und wo endet das Werkzeug? Und was passiert beim Ausstieg, bekommst du Inhalte und Domain in einer Form, mit der ein anderer Anbieter etwas anfangen kann?

Was eine Website kostet, ist am Ende die Antwort auf die Frage, wer sie in den nächsten Jahren am Laufen hält. Der Bau ist der Posten, den du siehst. Bezahlt wird die Seite mit dem, was danach kommt.

FAQ

Wie viel kostet eine Website zu erstellen?

Das hängt vom Umfang, vom Design und davon ab, wer baut. Agenturen kalkulieren nach Aufwand und für Web-Apps mit eigener Logik meist fünfstellig, Freelancer nach Stunden, Baukästen als Abo plus deine Zeit.

Was kostet eine Website monatlich?

Den Tarif für Hosting oder Plan, dazu anteilig Domain und Postfächer und die Arbeit für Änderungen. Rechne mit dem regulären Preis nach dem Aktionsjahr, nicht mit dem Preis aus dem ersten Monat.

Wie viel kostet eine Website-Domain?

Die Domain hat einen Jahrespreis, läuft auf deinen Namen und verlängert sich jährlich. Der Preis im ersten Jahr ist bei vielen Anbietern rabattiert, entscheidend ist der Betrag ab dem zweiten Jahr.

Wie viel kostet eine Website bei einem Baukasten?

Ein monatliches Abo, das oft nur im ersten Jahr und nur bei Jahreszahlung so günstig ist. Domain, Mailpostfach, Erweiterungen und bei Shops die Gebühr je Zahlung kommen einzeln dazu.

Was kostet eine Website im Jahr?

Die Summe aus Tarif nach dem Aktionsjahr, Domain, Postfächern und der Arbeit für Wartung und Änderungen. Wer jede Änderung einkauft, zahlt im zweiten Jahr oft mehr als im ersten, weil Aktionspreise auslaufen und die Änderungen nicht aufhören.

Themen: Website Kosten, Preise, Webhosting, Domain, Agentur, Baukasten

Quellen

  1. Vergleich Agentur und Bauen lassen mit Betrieb: Agenturangebote meist fünfstellig, oft sechsstellig
  2. Kostenseite App entwickeln lassen: Freelancer rechnen nach Stunden- oder Tagessatz
  3. Homepage-Baukasten-Vergleich: der Monatspreis gilt oft nur im ersten Jahr
  4. Ratgeber Webhosting: Tarife sind im ersten Jahr oft rabattiert
  5. Artikel Website Wartung: bei der Wartung kaufst du Bereitschaft, nicht Arbeit
  6. Artikel Rechtssichere Website: Impressumspflicht in Deutschland nach § 5 DDG, Abmahnung und Geldbusse
  7. Ratgeber eigene Domain: die Domain läuft auf deinen Namen und verlängert sich jährlich

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