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Webhosting einfach erklärt: was es ist, wie es funktioniert, was es kostet

Webhosting ist der Platz, an dem die Dateien und Daten deiner Website liegen, plus der Rechner, der sie an Besucher ausliefert. Du mietest ihn bei einem Anbieter, verbindest deine Domain damit und zahlst monatlich oder jährlich. Woran es in der Praxis hängt, ist selten der Speicherplatz, sondern die Pflege danach.

· Von Melta

Was ist Webhosting, einfach erklärt?

Eine Website besteht aus Dateien und Daten: Seiten, Bilder, Schriften, bei einem Shop dazu eine Datenbank mit Produkten und Bestellungen. Diese Dateien müssen auf einem Rechner liegen, der rund um die Uhr am Netz hängt und sie an jeden ausliefert, der die Adresse eintippt. Diesen Rechner samt Anbindung, Strom und Betreuung mietest du. Das ist Webhosting.

Der Haken steckt im Wort Betreuung. Ein Server ist kein Möbelstück, das man einmal hinstellt. Das Betriebssystem braucht Updates, das Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung läuft ab, die Datenbank will gesichert werden, und wenn ein Newsletter einen Ansturm auslöst, muss die Kapazität reichen. Hosting-Angebote unterscheiden sich vor allem darin, wie viel von dieser Arbeit der Anbieter übernimmt und wie viel bei dir bleibt.

Die Domain gehört nicht zum Hosting, auch wenn viele Anbieter beides zusammen verkaufen. Die Domain ist der Name, das Hosting ist der Ort. Du kannst den Namen bei einem Anbieter halten und den Ort bei einem anderen.

Wie funktioniert Webhosting?

Tippt jemand deine Adresse ein, fragt der Browser zuerst das DNS, wo diese Adresse zu finden ist. DNS ist das Adressbuch des Internets: Es übersetzt den Namen in die Nummer des Servers, auf dem deine Seite liegt. Der Browser holt dort die Seite ab, und der Server antwortet, im besten Fall verschlüsselt per TLS, erkennbar am Schloss in der Adresszeile.

Deshalb hängen drei Dinge zusammen, die du einzeln buchen kannst: die Domain, das Hosting und die E-Mail. Vom Hosting-Anbieter bekommst du Einträge, die du im DNS deiner Domain hinterlegst. Ein Eintrag zeigt auf den Webserver, andere sagen, wohin Mails an deine Adresse gehen. Wer die Domain woanders hält, trägt diese Einträge dort ein und lässt die bestehenden stehen. Wie das im Einzelnen geht und was beim Kauf einer neuen Domain anders läuft als beim Verbinden einer bestehenden, steht im Ratgeber zur eigenen Domain für dein Produkt.

Ein Stolperstein aus der Praxis: Die Seite ist am Tag nach dem Umzug erreichbar, aber die Mails kommen nicht mehr an, weil beim Übertragen nur der Web-Eintrag gesetzt wurde. Prüf die Mail-Einträge, bevor du den alten Vertrag kündigst.

Welche Arten von Hosting gibt es?

Die Angebote unterscheiden sich weniger in der Technik als darin, wer welche Arbeit macht.

Art Wer pflegt den Server Wer pflegt die Seite Passt, wenn
Shared Hosting der Anbieter du eine kleine Seite mit wenig Änderungen reicht
Managed Hosting für ein CMS der Anbieter, samt Updates des Systems du, Inhalte und Erweiterungen eine Redaktion regelmässig Inhalte pflegt
Eigener Server oder VPS du oder ein Dienstleister du du eigene Software oder Sonderwünsche an der Umgebung hast
Baukasten beim Hoster der Anbieter du, innerhalb der Vorlage Aussehen und Funktion der Vorlage folgen dürfen
Hosting als Teil eines betriebenen Produkts der Anbieter der Anbieter, auf Zuruf du weder Server noch Seite selbst pflegen willst

Shared Hosting heisst: Dein Auftritt teilt sich einen Rechner mit vielen anderen. Das ist die einfachste Form und für eine Seite mit ein paar Unterseiten meist ausreichend. Managed Hosting nimmt dir zusätzlich die Updates des Systems ab, mit dem die Seite gebaut ist. Beim eigenen Server bekommst du alle Freiheit und die ganze Arbeit. Der Baukasten dreht es um: keine Arbeit am Server, dafür die Grenzen der Vorlage.

Die letzte Zeile ist ein jüngeres Modell. Hier mietest du keinen Speicherplatz, sondern ein fertiges, laufendes Produkt, und der Betrieb ist Teil des Vertrags. Ob das passt, hängt weniger vom Hosting ab als von der Frage, wer nach dem Start die Änderungen macht.

Was kostet Webhosting im Monat?

Die ehrliche Antwort: Der Preis fürs Hosting allein sagt wenig. Was du im Jahr zahlst, setzt sich aus mehreren Posten zusammen, und der Hosting-Tarif ist selten der grösste davon.

Posten Fällig Woran es hängt
Domain jährlich Endung und Anbieter
Hosting monatlich oder jährlich Art des Hostings, Laufzeit, Rabatt im ersten Jahr
E-Mail-Postfächer oft im Hosting, sonst getrennt Zahl der Postfächer, Speicher
TLS-Zertifikat jährlich oder im Hosting ob der Anbieter es selbst erneuert
Wartung und Updates laufend wer sie macht: du, ein Dienstleister, der Anbieter
Änderungen an der Seite pro Auftrag oder laufend wer sie macht

Beim Vergleich lohnt der Blick auf das zweite Jahr. Viele Tarife sind im ersten Jahr rabattiert und danach teurer, und die Laufzeit verlängert sich oft von selbst. Rechne mit dem regulären Preis, nicht mit dem Aktionspreis.

Ein Beispiel für das Modell, bei dem Hosting Teil des Plans ist: Bei Melta kostet der günstigste Plan 100 USD im Monat, das Hosting ist Teil des Plans, und die Betriebskosten des Produkts wie Datenbank, Speicher, Mail und Logs werden einmal im Monat zum Selbstkostenpreis abgerechnet. Die Funktionsseite zum Hosting beschreibt, was der Betrieb umfasst, die Preisseite mit allen Plänen zeigt die Stufen darüber. Der Vergleich mit einem reinen Hosting-Tarif hinkt, weil hier der Bau und die Pflege des Produkts mit drin sind. Vergleichbar ist eher die Summe aus Hosting, Wartung und Änderungen in der Tabelle oben.

Wie bucht man Webhosting?

Die Reihenfolge ist wichtiger als der Anbieter.

  1. Kläre die Domain. Ist der Wunschname frei, sichere ihn. Hast du schon eine, such die Zugangsdaten beim bisherigen Anbieter heraus.
  2. Entscheide, wer die Seite nach dem Start pflegt. Daraus folgt die Art des Hostings aus der Tabelle oben.
  3. Wähle den Tarif nach dem, was du im ersten Jahr brauchst, nicht nach dem Maximum. Speicher und Traffic lassen sich bei fast allen Anbietern später erhöhen.
  4. Prüf Laufzeit und Kündigungsfrist, und ob der Preis im zweiten Jahr gleich bleibt.
  5. Bestelle und verbinde die Domain: Trag die Einträge des Hosters im DNS ein, Web und Mail.
  6. Richte die Postfächer ein und schick eine Testmail in beide Richtungen.
  7. Öffne die Seite auf dem Handy, prüf das Schloss in der Adresszeile, und kündige erst dann das alte Hosting.

Bei einem betriebenen Produkt entfällt die Wahl von Speicher und Traffic. Die Domain verbindest du trotzdem, mit Einträgen, die dir der Anbieter anzeigt, oder du kaufst sie dort und der Anbieter setzt die Einträge selbst.

Webhosting verbuchen: wohin mit der Rechnung?

Die Frage taucht spätestens beim Jahresabschluss auf. Webhosting ist eine laufende Betriebsausgabe, kein Anlagegut: Du kaufst nichts, das dir gehört, sondern mietest eine Leistung für einen Zeitraum. Die Rechnung gehört deshalb in den Aufwand, meist unter Informatik oder Werbung, je nachdem, wie dein Kontenplan aufgebaut ist.

Zwei Punkte gehen oft schief. Erstens die Abgrenzung: Zahlst du im Dezember für das ganze nächste Jahr, gehört der Aufwand ins nächste Jahr, nicht ins laufende. Zweitens die Währung: Viele Anbieter rechnen in Euro oder US-Dollar ab. Dann brauchst du den Kurs am Rechnungsdatum und musst prüfen, ob Mehrwertsteuer ausgewiesen ist oder ob du sie als Bezugsteuer selbst abrechnen musst. Domain und Hosting werden gleich behandelt. Wenn du unsicher bist, gib die Rechnung mit der Frage nach Konto und Abgrenzung an deine Treuhänderin, bevor sie im falschen Jahr landet.

Webhosting Schweiz oder Deutschland: zählt der Standort?

Für die Ladezeit kaum. Der Weg von Zürich nach Frankfurt ist für ein Datenpaket keine spürbare Strecke, und manche Anbieter liefern Seiten ohnehin aus einem verteilten Netz aus, nahe bei der Person, die sie gerade öffnet. Wer nach Webhosting in der Schweiz sucht, tut das meist aus anderen Gründen: Der Vertrag soll Schweizer Recht unterliegen, die Daten sollen im Land liegen, die Rechnung soll in Franken kommen, und der Support soll zu Bürozeiten erreichbar sein.

Gute Gründe, aber prüf sie im Einzelnen. Ein Schweizer Anbieter kann Rechenzentren im Ausland nutzen, ein deutscher Anbieter kann Server in der Schweiz betreiben. Was zählt, steht in den Vertragsbedingungen und in der Datenschutzerklärung des Anbieters, nicht in der Endung seiner Adresse. Für eine Praxis oder eine Kanzlei, die Patientendaten oder Mandantendaten verarbeitet, ist der Standort der Datenbank die entscheidende Frage. Für eine Seite mit Öffnungszeiten und Telefonnummer ist er es nicht.

Beim Preisvergleich zwischen Schweizer und deutschen Anbietern rechne in derselben Währung und mit dem Preis nach dem Aktionsjahr. Und schau, was das Paket abdeckt: Postfächer, Zertifikat, Sicherungen und Support sind beim einen Anbieter im Paket und beim anderen ein Zuschlag, und genau dort verschiebt sich das Bild.

Anbieter vergleichen: welche Fragen vor dem Kauf zählen

Ein Vergleich nach dem Monatspreis führt in die Irre. Stell stattdessen jedem Anbieter dieselben Fragen.

Wer macht die Updates von Server und System, und wie oft? Wie oft wird gesichert, wie lange bleiben die Sicherungen erhalten, und kannst du eine selbst zurückspielen? Was passiert bei einem Ansturm, wächst die Kapazität mit oder bricht die Seite ein? Ist die Verschlüsselung von Anfang an dabei, oder musst du das Zertifikat selbst besorgen und erneuern? Gibt es eine Testumgebung, in der du Änderungen anschauen kannst, bevor sie live gehen? Wie kommst du an deine Daten und Dateien, wenn du den Anbieter wechseln willst? Und wen erreichst du, wenn die Seite am Samstagmorgen nicht lädt?

Die Antworten wiegen je nach Betrieb anders. Ein Weingut, das im Herbst über die Seite verkauft, braucht die Sicherungen und die Kapazität beim Ansturm. Eine Zahnarztpraxis, deren Seite vor allem die Telefonnummer und die Öffnungszeiten zeigt, braucht vor allem einen Anbieter, der die Updates macht, ohne dass jemand daran denken muss. Wer die Antworten nebeneinander legt, sieht, welche Arbeit im Preis steckt und welche bei ihm bleibt.

FAQ zum Webhosting

Was ist Webhosting Plus?

Plus, Pro oder Premium sind Namen, die Anbieter für ihre grösseren Pakete vergeben. Eine feste Bedeutung haben sie nicht. Vergleich, was im Paket steht: Speicher, Postfächer, Sicherungen, Support.

Wie teuer ist Webhosting?

Das hängt von der Art des Hostings ab und davon, wer die Seite danach pflegt. Rechne den Jahrespreis nach dem Aktionsjahr plus Domain, Postfächer und die Arbeit für Wartung und Änderungen.

Brauche ich für jede Website Webhosting?

Ja. Jede Seite liegt irgendwo auf einem Server. Bei Baukästen und betriebenen Produkten ist das Hosting Teil des Angebots, bei einem eigenen CMS mietest du es getrennt.

Kann ich das Webhosting später wechseln?

Ja, die Domain bleibt bei dir. Beim Wechsel ziehst du Dateien, Datenbank und Postfächer um, setzt die DNS-Einträge neu und kündigst den alten Vertrag erst, wenn Web und Mail beim neuen Anbieter laufen.

Muss ich einen Server-Standort wählen?

Bei klassischem Hosting oft ja, bei Anbietern mit verteiltem Netz nicht. Wichtig ist der Standort, wenn du Gesundheits- oder Mandantendaten verarbeitest oder deine Kundschaft Datenhaltung in der Schweiz erwartet.

Webhosting: was am Ende zählt

Ein Webhosting-Tarif ist schnell gebucht. Was du damit kaufst, ist weniger der Speicherplatz als die Antwort auf die Frage, wer die Seite in den nächsten Jahren am Laufen hält. Wer Updates, Sicherungen und Änderungen selbst machen will, fährt mit klassischem Hosting gut. Wer das nicht will, zahlt für den Betrieb mit, bei einem Dienstleister oder in einem Modell, in dem der Betrieb Teil des Plans ist. Beides ist in Ordnung, solange du es vor dem Kauf entscheidest und nicht nach dem ersten Ausfall. Wie die Seite selbst entsteht, vom Inhalt bis zum Livegang, steht in der Anleitung zum Erstellen einer Website.

Themen: Webhosting, Domain, Hosting, Website

Quellen

  1. Funktionsseite Hosting: das Hosting ist Teil des Plans
  2. Ratgeber zur eigenen Domain: DNS ist das Adressbuch des Internets
  3. Preisseite: der Betrieb eines Produkts wird zum Selbstkostenpreis abgerechnet

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