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Domain mit Website verbinden: so geht es ohne Ausfall

Domain mit Website verbinden heisst nicht umziehen, sondern umbiegen: Der Name bleibt beim Registrar, und ein Eintrag im DNS sagt, welcher Server die Seite ausliefert. Wie Adresse, Speicherplatz und Betrieb zusammenhängen, steht in [Webhosting einfach erklärt: was es ist, wie es funktioniert, was es kostet](/blog/webhosting).

· Von Melta

Domain mit Website verbinden: der Haken zuerst

Die Adresse und die Seite kommen selten aus derselben Hand. Die Domain liegt beim Registrar, die Website liegt auf dem Platz eines Hosters oder im Konto eines Baukastens, und die beiden wissen nichts voneinander, solange niemand die Einträge setzt, die sie verbinden. Die Domain gehört nicht zum Hosting, auch wenn viele Anbieter beides auf eine Rechnung schreiben.

Die Probe dauert eine Minute. Schau nach, von wem du die Rechnung für die Adresse bekommst und von wem die für den Platz, auf dem die Seite liegt. Kommt beides von derselben Firma, ist die Verbindung meist ein Feld im Kundenkonto. Kommen die Rechnungen von zwei Firmen, führt der Weg über die DNS-Einträge, und dort entscheidet die Reihenfolge darüber, ob zwischendurch etwas ausfällt.

Verbinden heisst nie, dass die Adresse den Besitzer wechselt. Sie bleibt registriert, wo sie registriert ist, und behält ihren Vertrag. Willst du den Anbieter wechseln, bei dem sie registriert ist, brauchst du einen Auth-Code, und das ist ein anderer Vorgang: Domain umziehen: Auth-Code, Ablauf und Reihenfolge.

Drei Wege führen zum Ziel. Sie unterscheiden sich darin, wie viel du aus der Hand gibst.

Weg Was du setzt Wo du es machst Was mit dem Rest passiert
DNS-Eintrag A- oder CNAME-Eintrag auf den Wert des Website-Anbieters DNS-Verwaltung beim Registrar alle anderen Einträge bleiben stehen, auch die für Post
Nameserver umstellen die Server, die künftig alles zu deinem Namen beantworten Domainverwaltung beim Registrar die ganze Zone wandert, Post-Einträge musst du neu anlegen
Weiterleitung ein Ziel, auf das der Browser geschickt wird Weiterleitungen beim Registrar in der Adresszeile steht am Ende der fremde Name

Welche Einträge verbinden Domain und Website?

DNS ist das Adressbuch des Internets: Es übersetzt den Namen in die Nummer des Servers. Vom Anbieter der Website bekommst du die Werte, die du in dieses Adressbuch schreibst. Welcher Eintrag verlangt wird, entscheidet nicht dein Geschmack, sondern die Technik auf der Gegenseite.

Eintrag Was er sagt Wer ihn verlangt Woran es klemmt
A dieser Name gehört zu dieser Servernummer Hoster mit fester Adresse für dein Paket die Nummer ändert sich beim Anbieter und niemand sagt es dir
CNAME dieser Name verweist auf einen anderen Namen Plattformen und Baukästen, die ihre Ziele selbst verschieben auf der Adresse ohne www ist er oft nicht zulässig
NS diese Server beantworten alles zu diesem Namen Anbieter, die die ganze Zone verwalten wollen Post- und Prüf-Einträge wandern nicht von allein mit
TXT eine Zeile, die belegt, dass die Domain dir gehört fast jeder Anbieter vor dem ersten Start der Eintrag wird nach der Prüfung gelöscht und fehlt bei der nächsten

Zwei Adressen gehören zusammen und werden trotzdem getrennt eingetragen: die mit www und die ohne. Wer nur eine davon setzt, hat eine Seite, die für einen Teil der Besucher nicht existiert. Wie du eine Adresse kaufst, sie auf deinen eigenen Namen registrierst und sie mit deinem Produkt verbindest, steht in Eigene Domain für dein Produkt: kaufen, verbinden, einrichten.

Domain mit Website verbinden: in welcher Reihenfolge?

Die Arbeit selbst ist klein. Zwei, drei Felder in einem Formular, mehr ist es nicht. Was schiefgeht, geht an den Übergängen schief.

Schreib alle Einträge ab, bevor du irgendetwas änderst, und leg sie als Datei zur Seite. Diese Datei ist deine Rückfahrkarte. Alles danach lässt sich zurückdrehen, solange du weisst, was vorher dort stand.

Schritt Wo du ihn machst Woran es klemmt
Einträge abschreiben DNS-Verwaltung beim Registrar die Post-Einträge werden übersehen
Zielwerte holen Konto beim Anbieter der Website www und die Adresse ohne www brauchen verschiedene Werte
Eintrag setzen DNS-Verwaltung beim Registrar der alte Eintrag bleibt daneben stehen und gewinnt manchmal
Zertifikat abwarten Konto beim Anbieter der Website die Prüfung startet erst, wenn der Eintrag sichtbar ist
Von aussen testen fremdes Netz, zweites Gerät der eigene Rechner zeigt die alte Seite aus dem Zwischenspeicher
Alten Vertrag kündigen Kundenkonto beim bisherigen Hoster zuerst gekündigt, dann verbunden, und die Seite ist tagelang weg

Änderungen im DNS brauchen Zeit. Ein neuer Eintrag ist meist in Minuten sichtbar, manchmal erst nach Stunden, weil das Adressbuch weltweit zwischengespeichert wird. In dieser Zeit sehen Besucher entweder die alte oder die neue Seite. Eine Fehlermeldung sehen sie nur, wenn du den alten Platz schon gekündigt hast.

Was passiert mit der E-Mail, wenn die Domain umzieht?

Die Post hängt am selben Namen wie die Seite, läuft aber über eigene Einträge. Der MX-Eintrag sagt, wohin Post geht, SPF und DKIM sagen, wer in deinem Namen senden darf. Ein A- oder CNAME-Eintrag für die Website rührt keinen davon an.

Heikel ist allein der Weg über die Nameserver. Wer die Zone zum Anbieter der Website verschiebt, gibt alle Einträge dorthin ab, und was dort nicht neu angelegt wird, existiert nicht mehr. Werden MX, SPF und DKIM beim neuen Anbieter nicht übernommen, hört der Empfang auf, sobald die Zone umschaltet.

Prüf deshalb vor dem Umschalten, ob der neue Anbieter Post-Einträge überhaupt zulässt, und schick dir danach von einer fremden Adresse eine Testmail. Wie Adresse, Postfach und Einträge zusammenhängen, steht in E-Mail-Adresse mit eigener Domain: einrichten ohne Ausfall.

Website beim Baukasten, Domain beim Registrar

Baukästen, Shop-Systeme und Business-Software verlangen fast alle dasselbe, nur heisst es überall anders. Manche Anbieter bieten an, die Einträge selbst zu setzen, sobald du sie mit dem Konto beim Registrar verbindest. Dann klickst du dich durch ein Fenster und bist fertig. Geht das bei deinem Registrar nicht, kopierst du die angezeigten Werte von Hand in die DNS-Verwaltung.

Die Namen der Menüs unterscheiden sich stärker als die Sache dahinter. Beim einen Anbieter heisst die Stelle DNS-Zone, beim anderen Domainverwaltung, beim dritten stehen die Einträge unter den Einstellungen der Domain. Gesucht ist immer die Liste, in der A-, CNAME-, MX- und TXT-Einträge nebeneinander stehen. Business-Software mit eigener Datenbank verlangt oft einen CNAME auf die Adresse, unter der deine Instanz schon erreichbar ist, und nimmt den eigenen Namen erst danach im Konto an.

Wer noch keinen Platz für die Seite gebucht hat, entscheidet das besser zuerst und verbindet die Adresse danach. Welche Arten von Hosting es gibt und welche Posten im Jahr zusammenkommen, steht in Webhosting einfach erklärt: was es ist, wie es funktioniert, was es kostet.

Warum zeigt die Domain noch auf die alte Seite?

Fast immer liegt es nicht am neuen Eintrag, sondern an etwas, das daneben stehen geblieben ist, oder an einem Zwischenspeicher, der noch die alte Antwort kennt. Die Tabelle ordnet die häufigen Fälle.

Was du siehst Woran es meist liegt Was hilft
im eigenen Browser die alte Seite, auf dem Handy die neue dein Rechner hält die alte Antwort noch fest in einem fremden Netz und in einem zweiten Browser prüfen
mit www geht es, ohne www nicht der zweite Eintrag fehlt oder zeigt woanders hin beide Schreibweisen eintragen und einzeln aufrufen
Warnung zum Zertifikat die Prüfung des Anbieters lief noch nicht durch warten, bis der Eintrag sichtbar ist, dann die Prüfung erneut starten
die Adresszeile springt auf einen fremden Namen eine Weiterleitung statt einer echten Verbindung Weiterleitung entfernen, A- oder CNAME-Eintrag setzen
nichts geht mehr, auch die Post nicht die Nameserver wurden umgestellt, ohne die Einträge zu übernehmen Einträge aus der abgeschriebenen Datei neu anlegen

Zwei Einträge für denselben Namen sind der Klassiker. Der alte A-Eintrag bleibt stehen, der neue CNAME kommt dazu, und je nach Anbieter gewinnt mal der eine, mal der andere. Ein Name braucht ein Ziel, nicht zwei.

Wenn die Website noch gar nicht steht

Verbinden ist leicht, wenn es etwas zu verbinden gibt. Häufiger ist der andere Fall: Die Adresse ist gekauft, die Seite existiert als Idee, und der Kauf der Domain war der einzige Schritt, der bisher klappte. Dann lautet die Frage nicht, welcher Eintrag wohin zeigt, sondern wer die Seite baut und wer sie danach betreibt.

Melta baut Web-Produkte im Auftrag und betreibt sie danach weiter, der Bau dauert bis zu 24 Stunden, und eine bestehende Domain wird im Anschluss verbunden, indem die nötigen Einträge angezeigt und auf Ankunft geprüft werden. Welchen Weg du auch wählst: Lass die Adresse auf deinen eigenen Namen registrieren, nicht auf den des Dienstleisters. Sonst hängt deine Website an einem fremden Kundenkonto, und der nächste Wechsel beginnt mit einer Bitte.

Domain mit Website verbinden: was am Ende zählt

Der ganze Vorgang passt in drei Sätze. Die Adresse bleibt, wo sie ist, und bekommt einen neuen Eintrag. Der Wert dafür kommt vom Anbieter der Seite, die Post-Einträge bleiben unangetastet, und getestet wird auf einem Gerät, das die alte Antwort nicht kennt.

Wer eine Domain mit einer Website verbinden will, sollte genau eines nicht tun: den alten Vertrag kündigen, bevor der neue Eintrag überall sichtbar ist. Alles andere lässt sich zurückdrehen, indem du den vorherigen Eintrag wieder einsetzt. Deshalb steht die Sicherung am Anfang und die Kündigung am Schluss.

FAQ

Wie lange dauert es, bis die Domain auf die neue Website zeigt?

Meist wenige Minuten, manchmal erst nach Stunden. Das Adressbuch des Internets wird weltweit zwischengespeichert, und nicht jeder Zwischenspeicher fragt zur selben Zeit neu nach.

Was ist der Unterschied zwischen A-Eintrag und CNAME?

Ein A-Eintrag zeigt auf die Nummer eines Servers, ein CNAME auf einen anderen Namen. Plattformen verlangen meist einen CNAME, weil sie dahinter die Server wechseln können, ohne dass du etwas änderst.

Kannst du die Domain mit einer Website verbinden, ohne umzuziehen?

Ja. Die Registrierung bleibt unberührt, du änderst nur die Einträge, die sagen, welcher Server die Seite ausliefert.

Brauchst du für www und für die Adresse ohne www eigene Einträge?

Ja, das sind zwei verschiedene Namen. Üblich ist ein Eintrag für die Adresse ohne www und ein zweiter für www, der auf dieselbe Seite führt.

Gehen E-Mails verloren, wenn die Domain auf eine neue Seite zeigt?

Nicht, solange du nur den Web-Eintrag änderst. Stellst du die Nameserver um, musst du MX, SPF und DKIM beim neuen Anbieter neu anlegen, sonst hört der Empfang auf.

Themen: Domain, DNS, Webhosting, Website

Quellen

  1. Webhosting einfach erklärt: Domain und Hosting sind getrennte Verträge
  2. Eigene Domain für dein Produkt: wie lange eine DNS-Änderung bis zur Sichtbarkeit braucht
  3. E-Mail-Adresse mit eigener Domain: wofür MX, SPF und DKIM stehen
  4. Domain umziehen: bestehende Einträge vor jeder Änderung sichern

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