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Website erstellen: Anleitung vom Inhalt bis zum Livegang
Eine Website erstellen heisst: Inhalte sammeln, einen Weg wählen, Domain und Rechtsseiten klären, testen, live schalten. Der Aufbau der Seite ist der kleinere Teil. Diese Anleitung geht die acht Schritte durch und sagt bei jedem, woran es in der Praxis hängt.
Was du brauchst, bevor du eine Website erstellst
Die meisten fangen beim Aussehen an. Falsche Reihenfolge. Bevor du eine Website erstellst, brauchst du einen Satz, der sagt, was ein Besucher hier tun soll, und die Inhalte, mit denen er das tun kann.
Der Satz muss konkret sein. "Leute sollen einen Termin buchen" ist konkret. "Professioneller Auftritt" ist es nicht. Aus diesem Satz folgt fast alles andere: welche Seiten es gibt, was auf die Startseite gehört, was oben rechts als Knopf steht.
Die Inhalte sind der Teil, der die Zeit frisst. Texte über dich und dein Angebot, Preise oder wenigstens Preisrahmen, Öffnungszeiten, Adresse, Fotos, die nicht nach Bildagentur aussehen, und eine Telefonnummer, die jemand abnimmt. Wer damit wartet, bis das Design steht, hat am Ende ein hübsches leeres Gerüst.
Steckt hinter der Seite eine Geschäftsidee und nicht nur eine digitale Visitenkarte, prüf die Idee zuerst. Der Ratgeber zum Validieren einer Idee beschreibt fünf Tests dafür, vom Problemgespräch bis zum Vorverkauf.
Website erstellen: die Anleitung in acht Schritten
Die Kurzfassung für alle, die gleich loslegen wollen. Die Einzelheiten stehen in den Abschnitten darunter.
- Schreib in einem Satz auf, was ein Besucher auf der Seite tun soll.
- Sammle die Inhalte: Texte, Preise, Bilder, Kontaktdaten, Öffnungszeiten.
- Entscheide, welchen Weg du gehst: selbst bauen, ein System aufsetzen oder bauen lassen.
- Sichere die Domain und kläre, wo die Seite läuft und wohin die E-Mails gehen.
- Leg die Struktur fest, meist Start, Angebot, Über dich, Kontakt.
- Bau die Startseite so, dass die wichtigste Handlung ohne Scrollen sichtbar ist.
- Schreib Impressum und Datenschutzerklärung, und AGB, sobald du verkaufst.
- Teste auf dem Handy, schick das Kontaktformular einmal selbst ab, dann schalte live.
Was danach kommt, ist kein Schritt mehr, sondern Gewohnheit: Änderungen, ein Blick auf die Zahlen, gelegentlich ein neues Foto.
Welcher Weg passt zu deiner Website?
Fünf Wege sind üblich, und sie unterscheiden sich weniger im Bauen als im Danach.
| Weg | Wer baut | Wer pflegt | Woran es hängt |
|---|---|---|---|
| Baukasten beim Hoster | du, auf einer Vorlage | du | die Vorlage setzt die Grenze |
| Offenes CMS auf eigenem Hosting | du oder ein Dienstleister | du, samt Updates und Sicherungen | Wartung bleibt deine Arbeit |
| Seite selbst in HTML schreiben | du | du | jede Änderung geht durch den Code |
| Agentur beauftragen | die Agentur | je nach Vertrag, oft du | spätere Änderungen werden einzeln beauftragt |
| Bauen und betreiben lassen | ein Anbieter | der Anbieter | du gibst die Umsetzung aus der Hand |
Für eine Seite mit vier Unterseiten ist die Wahl fast egal. Nimm den Weg, den du selbst bedienen kannst. Wichtig wird die Entscheidung, sobald Konten, Buchungen oder Zahlungen dazukommen. Dann ist die Seite ein Produkt, das läuft, und die Frage lautet nicht mehr, wer sie baut, sondern wer sie in zwei Jahren betreut.
Ein Punkt, der bei Baukästen gern übersehen wird: Das Ergebnis lebt im Editor und in der Laufzeit des Anbieters, und wer wechselt, baut meist neu. Der Vergleich von Baukasten und gebautem Produkt beschreibt, was bei einem Umzug mitgeht und was nicht.
Was kostet es, eine Website zu erstellen?
Die Rechnung hat drei Posten, und nur einer davon fällt einmal an. Die Domain zahlst du im Jahr. Der Platz, auf dem die Seite läuft, kostet monatlich, ob als Hosting-Paket oder als Teil eines Plans. Dazu kommt die Arbeit: einmal für den Aufbau, danach dauerhaft für jede Änderung.
Verglichen wird fast immer der Aufbau, und der ist der kleinere Posten. Teuer wird eine Seite dort, wo jede spätere Änderung eingekauft werden muss, weil im Haus niemand sie selbst machen kann. Ein neuer Preis, ein anderes Foto, geänderte Öffnungszeiten. Das summiert sich still.
Rechne deshalb nicht den Preis der Erstellung, sondern zwei Jahre Betrieb. Dazu gehört auch deine eigene Zeit, wenn du selbst baust. Ein Abend, der an einer Vorlage vergeht, steht auf keiner Rechnung und ist trotzdem weg.
Domain, Hosting und E-Mail für deine Website
Die Domain ist die Adresse, das Hosting der Platz dahinter. Beides kann beim selben Anbieter liegen, muss aber nicht. Zur eigenen Adresse führen zwei Wege: eine neue kaufen oder eine verbinden, die du schon besitzt. Der Ratgeber zu Domain, DNS und Zertifikaten geht beide durch und zeigt, welche Einträge dabei gesetzt werden.
Nimm einen Namen, den jemand am Telefon buchstabieren kann. Bindestriche und kreative Schreibweisen rächen sich genau dann, wenn dich jemand weiterempfiehlt.
Zwei Dinge gehen gern vergessen. Eine E-Mail-Adresse auf der eigenen Domain braucht eigene DNS-Einträge, die mit der Website selbst nichts zu tun haben. Und ohne gültiges Zertifikat zeigt der Browser eine Warnung statt deiner Seite. Frag vor der Wahl des Anbieters, wer dieses Zertifikat ausstellt und wer es vor dem Ablauf erneuert.
Impressum, Datenschutz und AGB
Zwei Pflichten treffen fast jede Seite. Wer ein Angebot im Internet betreibt, muss erkennbar sein. Und wer Daten von Personen verarbeitet, muss sagen, welche Daten das sind, wozu sie dienen und welche Rechte die Betroffenen haben. In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich stehen dafür verschiedene Gesetze, der Kern ist derselbe.
Praktisch heisst das: ein Impressum mit den Betreiberdaten, eine Datenschutzerklärung, die zu dem passt, was die Seite wirklich tut, und AGB, sobald du verkaufst. Diese Seiten gehören in den Fussbereich jeder Unterseite, nicht nur auf die Startseite. Der Ratgeber zu Impressum und Datenschutz für Web-Produkte nennt die üblichen Fehler, etwa eine Erklärung, die Werkzeuge aufzählt, die gar nicht eingebunden sind.
Bei einem Kontaktformular gehört ein Satz daneben, was mit der Anfrage geschieht. Mehr braucht es an dieser Stelle nicht.
Was du vor dem Livegang prüfst
Öffne die Seite auf einem Handy, nicht in einem schmalen Browserfenster. Das ist nicht dasselbe. Prüf, ob die Telefonnummer ein Link ist, den ein Daumen trifft, und ob die wichtigste Handlung ohne Scrollen sichtbar bleibt.
Dann schick das Kontaktformular einmal selbst ab und schau, ob die Nachricht ankommt, auch im Spam-Ordner. Ein Formular, das ins Nichts sendet, fällt sonst erst auf, wenn sich jemand beschwert.
Der Rest ist eine kurze Liste. Jede Seite bekommt einen eigenen Titel und eine eigene Beschreibung statt dreimal desselben Textes. Jedes Bild bekommt einen Alternativtext, der sagt, was darauf zu sehen ist. Für falsche Adressen gibt es eine eigene Fehlerseite. Bilder werden verkleinert, statt in Originalgrösse geladen. Und die Sperre für Suchmaschinen, die während der Testphase sinnvoll war, gehört vor dem Livegang wieder weg.
Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?
Der Flaschenhals ist nie die Technik. Es sind die Texte, die Fotos und die Entscheidung, was auf die Startseite gehört. Wer alle Inhalte beisammen hat, kommt an einem Wochenende weit. Wer beim Schreiben merkt, dass die eigenen Preise unklar sind, braucht Wochen.
Beim Weg über einen Anbieter, der baut und danach betreibt, verschiebt sich die Zeit vom Bauen zum Beschreiben. Melta etwa schreibt aus der beschriebenen Idee ein Konzept, lässt danach Agenten bauen und legt das Ergebnis zuerst in eine private Vorschau mit Demo-Daten und Testzugängen. Ein vollständiger Bau dauert dort bis zu etwa einen Tag, Änderungen laufen danach per Chat.
Setz dir eine Frist und halt sie. Eine schlichte Seite, die seit vier Monaten online steht, bringt mehr als eine schöne, die seit vier Monaten fast fertig ist.
FAQ
Brauche ich Programmierkenntnisse, um eine Website zu erstellen?
Nein. Für eine Seite mit Text, Bildern und Kontaktformular reicht ein Baukasten oder ein fertiges System. Sobald Login, Buchung oder Zahlungen dazukommen, brauchst du entweder Kenntnisse oder jemanden, der das baut.
Was kostet eine Website im ersten Jahr?
Das hängt daran, wer sie pflegt. Domain und Hosting laufen jährlich beziehungsweise monatlich weiter, der Aufbau fällt einmal an, und jede Änderung, die du nicht selbst machst, kommt dazu.
Wie viele Seiten braucht eine neue Website?
Meist vier: Start, Angebot, Über dich, Kontakt. Weitere Seiten ergeben Sinn, sobald du für jede einen Grund und einen fertigen Inhalt hast.
Brauche ich ein Impressum, wenn ich nichts verkaufe?
Ja, sobald die Seite ein Angebot ist und nicht rein privat bleibt. Wer im Internet auftritt, muss erkennbar sein, und wer Daten verarbeitet, muss darüber informieren.
Wie kommt meine neue Website in die Suchergebnisse?
Gib jeder Seite einen eigenen Titel und eine eigene Beschreibung, nimm die Sperre für Suchmaschinen nach dem Test wieder weg und verlinke die Seite von deinen Profilen aus. Gefunden wird danach das, was eine Frage beantwortet.
Website erstellen: womit du diese Woche anfängst
Öffne ein leeres Dokument und schreib den einen Satz auf, was ein Besucher tun soll. Dann sammle die Inhalte in einem Ordner: Texte, Preise, Bilder, Kontaktdaten. Erst danach entscheidest du, auf welchem Weg du deine Website erstellst, denn die Inhalte zeigen dir, wie viel Seite du überhaupt brauchst.
Wenn dabei auffällt, dass aus der Seite ein Produkt wird, mit Konten, Buchungen oder Zahlungen, verschiebt sich die Frage. Dann geht es nicht mehr ums Erstellen, sondern um den Betrieb: wer pflegt, wer aktualisiert und wer antwortet, wenn etwas klemmt.
Themen: Website erstellen, Anleitung, Domain, Rechtsseiten, Einsteiger
Quellen
- Welche Rechtsseiten ein Angebot im Internet braucht (Ratgeber Impressum und Datenschutz)
- Die zwei Wege zu einer eigenen Domain (Ratgeber Eigene Domain für dein Produkt)
- Was beim Wechsel des Anbieters von einem Baukasten-Produkt bleibt (Vergleichsseite Baukasten)
- Wie lange ein vollständiger Bau dauert (Ablaufseite So funktioniert es)
- Womit sich eine Idee vor dem Bauen prüfen lässt (Ratgeber App-Idee validieren)
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