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Brauche ich eine Website? Die Probe für deinen Betrieb
Brauche ich eine Website: ja, sobald Leute vor der Zusage Preise, Ablauf oder Bedingungen nachlesen wollen, denn dafür ist in einem Profil kein Platz. Wie die Seite danach entsteht, zeigt die [Anleitung vom ersten Inhalt bis zum Livegang](/blog/website-erstellen-anleitung).
Brauche ich eine Website? Der Haken zuerst
Die Frage kommt selten aus dem Nichts. Meistens gibt es schon ein Profil bei Google, eine Seite in einem sozialen Netzwerk, vielleicht einen Eintrag in einem Branchenverzeichnis. Trotzdem ruft die halbe Kundschaft an und fragt dasselbe: was das kostet, wie lange es dauert, ob du zu ihr rausfährst.
Der Haken am Profil ist nicht das Aussehen. Es ist der Platz. Öffnungszeiten, Telefonnummer und ein paar Bilder gehen dort hinein. Eine Preisliste, der Ablauf einer Zusammenarbeit, ein Formular, das dir die Angaben geordnet schickt: dafür ist kein Feld vorgesehen. Dazu kommt, dass dir die Darstellung nicht gehört. Ändert das Netzwerk seine Regeln, ändert sich deine Seite mit, und du merkst es erst beim Hinschauen.
Die Probe dauert eine Woche. Schreib mit, was Leute wissen wollen, bevor sie zusagen. Kommt dieselbe Frage immer wieder, ist sie der Grund für die eigene Seite. Kommt keine, kannst du die Sache ruhig verschieben.
Wann reicht ein Profil und wann nicht?
Es gibt Betriebe, die ohne eigene Seite gut fahren, und es gibt den Punkt, an dem das kippt. Der Punkt hängt weniger an der Branche als daran, was zwischen erstem Kontakt und Zusage passieren muss.
| Deine Lage | Was ein Profil abdeckt | Was ohne eigene Seite fehlt |
|---|---|---|
| Laufkundschaft im Ort, feste Zeiten | Adresse, Route, Öffnungszeiten | wenig, die Seite darf warten |
| Leute fragen vorher nach Preis und Ablauf | ein paar Zeilen Beschreibung | Preisliste und Ablauf zum Nachlesen |
| Du nimmst Termine an | eine Telefonnummer | die Anfrage ausserhalb der Sprechzeiten |
| Du verkaufst Ware | Bilder der Ware | Warenkorb, Versandangaben, Zahlung |
| Du bewirbst dich bei Firmen | ein Logo | abgeschlossene Aufträge mit Namen und Ort |
| Du hast mit Ämtern oder Banken zu tun | nichts Verbindliches | Pflichtangaben unter deiner eigenen Adresse |
Zähl die Zeilen, die auf dich passen. Bei zwei Treffern geht es nicht mehr um die Frage, ob du eine Seite brauchst, sondern nur noch darum, wie klein die erste Fassung sein darf.
Was brauche ich, um eine Website zu erstellen?
Eine eigene Adresse, Platz im Netz mit https, Texte in deinen Worten, Bilder, die du verwenden darfst, die Pflichtangaben und einen deutlich benannten nächsten Schritt. Die Liste im Einzelnen steht in Was braucht man für eine Website, vom Text bis zum Livegang.
Am längsten dauert der Teil, der aus deinem Kopf kommt. Technik lässt sich einkaufen, deine Preise und dein Ablauf nicht. Wer eine Seite anfängt und erst dabei merkt, dass die Leistungsbeschreibung fehlt, wartet nicht auf einen Bau, sondern auf sich selbst.
Klein anfangen ist erlaubt. Eine Seite, die sagt, was du für wen machst, dazu Kontakt und Pflichtangaben, ist fertiger als vier halbe Seiten. Alles Weitere kommt, wenn du weisst, wonach gefragt wird.
Brauche ich eine Domain für eine Website?
Technisch nein, praktisch ja. Deine Seite läuft auch unter der Unteradresse eines Anbieters. Nur steht dann ein fremder Name vor deinem, du kannst keine Mailadresse daraus machen, und beim Anbieterwechsel zeigen Visitenkarten, Fahrzeugbeschriftung und alte Empfehlungen ins Leere.
Die Adresse ist auch das einzige Stück, das du sichern kannst, bevor irgendetwas gebaut ist. Wer den Namen seines Betriebs erst beim Livegang sucht, findet ihn manchmal schon vergeben.
Was brauche ich, um eine Website zu hosten?
Keinen eigenen Server. Du brauchst Platz, der erreichbar bleibt, ein Zertifikat für https und jemanden, der Aktualisierungen einspielt. Ein eigener Rechner im Büro macht nur Arbeit: Strom, Sicherung, Aktualisierungen, und niemand merkt es, wenn er am Sonntag ausfällt.
Online stellen heisst danach: die Domain auf diesen Platz zeigen lassen und warten, bis die Änderung überall angekommen ist. Davor gehört jede Seite auf eine Testadresse. Prüf dort, ob das Formular wirklich eine Mail auslöst, ob die Bilder auf dem Handy in vertretbarer Zeit laden und ob jede Seite von der Startseite aus erreichbar ist. Ein stiller Fehler im Formular fällt sonst erst auf, wenn wochenlang keine Anfrage kommt.
Wer die Seiten vorher plant, hat diese Prüfliste schon halb im Kopf. Wie Struktur, Inhalte und Pflege vor dem ersten Entwurf festgelegt werden, steht in der Planung von Struktur, Inhalten und Pflege.
Wann brauche ich Impressum, Datenschutz und AGB?
Sobald die Seite geschäftlich ist, gehören die Pflichtangaben dazu, und geschäftlich wird sie früher, als die meisten denken. Eine private Seite über dein Hobby wird milder behandelt. Sobald Anzeigen, Empfehlungslinks oder Aufträge im Spiel sind, gilt sie als geschäftlich.
Eine Datenschutzerklärung brauchst du praktisch immer, weil schon der Aufruf einer Seite Daten verarbeitet und ein Kontaktformular weitere dazunimmt. Ein Banner dagegen hängt nicht an der Seite, sondern an dem, was mitmisst: Wer ohne Cookies zählt, braucht dafür keins. AGB sind kein Muss für eine Visitenkartenseite. Sie werden wichtig, sobald du über die Seite verkaufst, denn dann müssen Lieferung, Zahlung und Widerruf irgendwo stehen.
Diese Texte entstehen aus deinen Betreiberdaten, also Name, Anschrift und Kontakt, und sie ändern sich mit, wenn du umziehst. Wie das aussieht, wenn eine Plattform sie erzeugt, zeigt die Seite zu den Rechtsseiten aus deinen Betreiberdaten. Eine allgemeine Information ersetzt dabei keine Rechtsberatung.
Was kostet dich die Seite nach dem Start?
Der Bau ist der kleinere Posten. Was dauerhaft zählt, ist die Verlängerung der Adresse, der Platz im Netz, die Mailzustellung und jede Änderung danach. Die Öffnungszeiten vor Weihnachten, der neue Mitarbeiter, die Preisliste im Frühjahr: das sind kleine Eingriffe, die jemand machen muss.
Dafür gibt es zwei Wege, und beide kosten. Machst du es selbst, zahlst du mit Abenden. Kaufst du jede Änderung einzeln ein, zahlst du im zweiten Jahr leicht mehr als im ersten, weil der Bau einmal anfällt und die Pflege jedes Jahr. Wer das vorher entscheidet, wird hinterher nicht überrascht.
Brauche ich eine Website, wenn ich genug Aufträge habe?
Heute nicht. Der ehrliche Satz dazu lautet: eine volle Auftragslage ist ein Zustand, keine Eigenschaft. Wenn ein grosser Kunde wegfällt oder du das Gebiet wechselst, willst du nicht bei null anfangen und dann erst Texte schreiben.
Es gibt noch einen Grund, der wenig mit Werbung zu tun hat. Empfehlungen werden nachgeprüft, oft abends und mit dem Handy. Wer dann nichts findet, fragt beim nächsten Namen nach. Eine kleine Seite, die Arbeit, Gebiet und Kontakt zeigt, fängt genau diesen Blick auf.
Brauche ich eine Website? So entscheidest du diese Woche
Nimm die mitgeschriebenen Fragen aus deiner Woche und sortier sie. Steht dort zweimal dieselbe, hast du den Inhalt der ersten Seite schon beisammen, und die Frage nach dem Ob ist erledigt. Steht dort nichts, prüf nur, ob dein Name als Adresse noch frei ist, und leg die Sache wieder weg.
Dann schreib drei Sätze auf: was du machst, für wen, und was der nächste Schritt für den Leser ist. Wer diese drei Sätze hat, kann jederzeit anfangen. Die Schritte danach, vom Sammeln der Inhalte bis zum Livegang, stehen in der Anleitung vom ersten Inhalt bis zum Livegang.
FAQ
Brauche ich eine Website, wenn ich schon ein Profil habe?
Solange du dort Bilder zeigst und Anrufe bekommst, reicht es. Sobald Leute vor der Zusage Preise, Ablauf oder Bedingungen nachlesen wollen, fehlt im Profil der Platz dafür.
Brauche ich für eine private Website ein Impressum?
Eine rein private Seite ohne Werbung und ohne Verkauf wird milder behandelt als eine geschäftliche. Kommen Anzeigen, Empfehlungslinks oder Aufträge dazu, gilt sie als geschäftlich und die Pflichtangaben gehören dazu.
Brauche ich eine Datenschutzerklärung, wenn ich keine Website habe?
Im Netz brauchst du dann keine. Wer Kundendaten in Listen, Mails oder einem Terminbuch führt, muss die Betroffenen trotzdem darüber informieren.
Was brauche ich, um eine Website online zu stellen?
Eine Domain, Platz im Netz mit https und fertige Inhalte samt Pflichtangaben. Dann zeigt die Domain auf diesen Platz, und nach einer Prüfung auf einer Testadresse schaltest du live.
Wann brauche ich AGB auf der Website?
Sobald du über die Seite verkaufst oder Verträge schliesst, sind AGB der Ort für Lieferung, Zahlung und Widerruf. Eine Seite, die nur über dich informiert, kommt ohne aus.
Themen: Website erstellen, Domain, Impressum und Datenschutz, Selbststaendige
Quellen
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