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Was braucht man für eine Website? Vom Text bis zum Livegang
Was braucht man für eine Website: eine eigene Adresse, Platz im Netz, Inhalte in deinen Worten, die Pflichtangaben und jemanden, der nach dem Livegang nachträgt. Wo das im ganzen Ablauf steht, zeigt die [Anleitung vom ersten Inhalt bis zum Livegang](/blog/website-erstellen-anleitung).
Was braucht man für eine Website? Der Haken zuerst
Die Einkaufsliste ist kurz. Eine Adresse, Platz im Netz, Texte, Bilder, die Pflichtangaben, ein Weg zur Kontaktaufnahme. Das trägt man an einem Abend zusammen.
Teuer wird, was danach nicht aufhört. Die Öffnungszeiten ändern sich vor Weihnachten. Das Formular verschickt nach einer Aktualisierung keine Mail mehr, und niemand merkt es, weil ein stiller Fehler keine Meldung erzeugt. Das Foto kommt direkt aus dem Handy und lädt bei schlechtem Empfang eine halbe Ewigkeit. Der Text auf der Startseite stimmt noch, die Preisliste darunter nicht mehr.
Wer vor dem Start nur an die Liste denkt, plant den Bau und vergisst den Betrieb. Die Frage zerfällt deshalb in zwei: Was muss am ersten Tag dastehen, und wer kümmert sich im zweiten Jahr darum.
Was braucht man alles für eine Website?
Das Nötige lässt sich sortieren. Jeder Posten hat ein Anzeichen, an dem du merkst, dass er fehlt.
| Was du brauchst | Wofür es da ist | Woran du merkst, dass es fehlt |
|---|---|---|
| Eigene Adresse | damit man dich schreiben und empfehlen kann | deine Seite läuft unter der Adresse eines fremden Anbieters |
| Platz im Netz mit https | damit die Seite erreichbar und verschlüsselt ist | der Browser warnt vor der Verbindung |
| Inhalte in Kundenworten | damit jemand versteht, was er bestellen kann | auf der Startseite steht, was du bist, nicht was du machst |
| Bilder, die du verwenden darfst | damit die Seite aussieht wie dein Betrieb | überall stehen Fotos, die es so auch beim Mitbewerber gibt |
| Pflichtangaben | damit klar ist, wer die Seite betreibt | im Fussbereich steht nur eine Telefonnummer |
| Ein deutlicher nächster Schritt | damit aus dem Lesen eine Anfrage wird | die Kontaktdaten stehen irgendwo im Fliesstext |
| Jemand für die Pflege | damit die Angaben stimmen | die Seite zeigt die Preise von vorletztem Jahr |
Die Reihenfolge ist keine Rangfolge. Am längsten dauern die Inhalte, weil sie aus deinem Kopf kommen und nicht aus einem Werkzeug. Welche Seiten du überhaupt brauchst und in welcher Reihenfolge sie entstehen, klärt die Planung von Struktur, Inhalten und Pflege, und was auf jede einzelne Seite an Text gehört, steht in den Texten für Startseite, Leistungen und Kontakt.
Braucht man für eine Website einen eigenen Server?
Nein. Du brauchst Platz, der erreichbar bleibt, und jemanden, der ihn aktuell hält. Ein eigener Server ist ein Gerät, das eingerichtet, abgesichert und neu gestartet werden will, wenn es nachts hängt. Für eine Firmenseite steht dieser Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Was zählt, ist nicht die Maschine, sondern was mit dem Platz mitkommt: ein Zertifikat für https, regelmässige Sicherungen, ein Postausgang für die Mails aus dem Formular und Aktualisierungen der Software darunter. Fehlt das Letzte, läuft die Seite ein Jahr lang gut und steht dann mit einer veralteten Version im Netz.
Wer das nicht selbst betreuen will, sucht ein Angebot, bei dem der Betrieb Teil der Arbeit ist. Was dazugehört, wenn das Hosting ohne eigenen Server läuft, steht auf der Seite dazu.
Braucht man für eine Website ein Impressum?
Für eine geschäftliche Seite gehören im deutschsprachigen Raum die Angaben zum Betreiber auf die Seite, dazu eine Datenschutzerklärung, sobald du Daten erhebst. Ein Kontaktformular erhebt Daten. Eine Besucherzählung meistens auch.
Beides ist kein Text, den du einmal schreibst und dann vergisst. Zieht der Betrieb um, wechselt die Rechtsform oder kommt ein Newsletter dazu, müssen die Seiten mitwandern. Das wird gern übersehen, weil niemand freiwillig eine Datenschutzerklärung liest, auch die eigene nicht.
Sauber wird es, wenn die Angaben aus einer Quelle kommen statt aus einem kopierten Muster. Wenn Impressum und Datenschutz aus den hinterlegten Betreiberdaten entstehen, ändert sich der Text mit den Daten und nicht erst, wenn jemand daran denkt.
Wie lange braucht man für eine Website?
Die Antwort hängt daran, wie schnell die Inhalte kommen, nicht daran, wie schnell jemand tippt. Der Bau ist der kürzere Teil. Bei Melta beschreibst du die Idee, gibst das Konzept frei, und der Bau dauert danach bis zu 24 Stunden.
Die Wochen liegen davor und danach. Die Fotos müssen noch gemacht werden. Die Preisliste existiert nur als Ausdruck in der Schublade. Zwei Personen sollen freigeben, und eine davon hat Ferien. Dann kommt die Runde, in der jemand alle Texte noch einmal anders will.
Wer früh anfängt, Inhalte zu sammeln, verkürzt alles andere. Sammle Texte, Bilder, Öffnungszeiten und Preise, bevor irgendwer mit dem Bauen beginnt, und die Wartezeit schrumpft auf das, was der Bau wirklich braucht.
Was braucht man, um eine Website zu veröffentlichen?
Vor dem Livegang zeigt die Adresse auf den richtigen Platz, https ist aktiv, die Pflichtseiten stehen mit echten Daten darin, und das Formular wurde einmal mit einer echten Adresse abgeschickt und auch empfangen. Wer eine alte Seite ersetzt, richtet Weiterleitungen ein, damit vorhandene Verweise nicht ins Leere laufen.
Die Prüfung auf dem Handy wird am häufigsten ausgelassen und fällt am schnellsten auf. Eine Tabelle, die am grossen Bildschirm passt, schiebt sich auf dem Telefon aus dem Bild. Wie eine Seite auf jeder Bildschirmbreite hält, ist ein Thema für sich.
Zuletzt gehört die Seite den Suchmaschinen geöffnet, weil eine Vorschau während des Baus oft gesperrt ist und die Sperre danach gern stehen bleibt. Die Reihenfolge der Schritte vom ersten Inhalt bis zum Livegang steht in der Anleitung für den ganzen Ablauf.
Womit du heute anfängst
Am Ende braucht man für eine Website weniger, als die Liste vermuten lässt, und länger, als der erste Abend dauert. Fang mit dem an, was schon da ist. Die Arbeit, die du erklärst, wenn jemand anruft. Die Fragen, die immer kommen. Die Preise, die du ohnehin nennst. Daraus wird eine Seite, die stimmt.
Sichere dir die Adresse, schreib die Angaben zum Betrieb auf, und stell lieber eine kleine Seite online als eine grosse in Aussicht. Eine Seite, die erreichbar ist und das Richtige sagt, schlägt den Entwurf, der seit einem halben Jahr auf Freigabe wartet.
FAQ
Braucht man für eine Website ein Gewerbe?
Für eine private Seite ohne Angebot nicht. Sobald du regelmässig damit Geld verdienst, brauchst du die Anmeldung, die in deinem Land dafür vorgesehen ist, und die Angaben daraus gehören ins Impressum.
Wie lange braucht man, um eine Website zu programmieren?
Das Programmieren ist selten der lange Teil. Die Zeit geht für Texte, Bilder und Freigaben drauf, und sie läuft erst los, wenn die Inhalte tatsächlich vorliegen.
Was braucht man, um eine Website zu hosten?
Eine eigene Adresse, Platz mit https, einen Postausgang für die Mails aus dem Formular und Sicherungen. Wer sich darum nicht selbst kümmern will, nimmt ein Angebot, bei dem jemand anderes den Betrieb übernimmt.
Warum braucht man überhaupt eine Website?
Weil die Suche der erste Ort ist, an dem jemand nach dir schaut, und weil dort sonst Verzeichnisse und Bewertungsportale die Antwort übernehmen. Auf der eigenen Seite bestimmst du, was zuerst steht und wie man dich erreicht.
Themen: Website erstellen, Domain und Hosting, Impressum, Checkliste, Livegang
Quellen
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