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Der eine Baukasten oder der andere: was wirklich entscheidet

Der eine Baukasten oder der andere: Beide bauen dir an einem Nachmittag eine ansehnliche Seite, und beide lassen dich genau dort allein, wo die Seite etwas speichern, verschicken oder abrechnen soll. Welche Bauarten daneben stehen, ordnet [Homepage-Baukasten im Vergleich: worauf es nach dem Start ankommt](/blog/homepage-baukasten-vergleich) ein.

· Von Melta

Was ist besser, der eine Baukasten oder der andere?

Kürzer, als die Vergleichstabellen es wirken lassen: Für eine normale Firmenseite nehmen sich die beiden grossen Anbieter wenig. Beide geben dir einen Editor im Browser, fertige Vorlagen, Hosting, eine Adresse und ein Shop-Modul dazu. Startseite, Leistungen, Team, Kontakt, das steht an einem Wochenende, und welches der beiden Werkzeuge dahinter steckt, sieht deiner Seite niemand an.

Der Unterschied, der zählt, verläuft quer zu dieser Frage. Er liegt zwischen einer Seite und einem Programm. Eine Seite zeigt Inhalte. Ein Programm nimmt Eingaben entgegen, prüft sie, speichert sie und verschickt Mails. Sobald jemand einen Termin bucht, ein Konto anlegt oder bezahlt, wird der Name des Anbieters zweitrangig. Dann zählt, was aus den Daten wird.

Stell die Frage also später. Schreib zuerst auf, was deine Seite im zweiten Jahr können muss. Danach entscheidet sich die Wahl fast von selbst, und manchmal fällt sie auf keinen von beiden.

Wo sich die beiden Baukästen unterscheiden

Drei Dinge trennen die grossen Baukästen wirklich, und keins davon steht in einer Preistabelle.

Das erste ist die Bedienung. Der eine Weg führt über einen Assistenten: Er fragt nach Branche, Farben und Zweck und setzt daraus eine Seite zusammen. Du tauschst Texte und Bilder, das Raster bleibt. Der andere Weg gibt dir eine freie Fläche, auf der du jedes Element hinstellst, wohin du willst. Die neuere Editor-Generation der Anbieter geht in diese Richtung. Frei bedeutet dabei auch, dass die Ansicht auf dem Handy deine Aufgabe wird.

Das zweite ist die Bindung an die Vorlage. Bei manchen Werkzeugen wechselst du das Design, ohne die Inhalte noch einmal einzugeben. Bei anderen ist jeder Designwechsel ein Neubau. Diese Frage stellt man am besten vor dem Start und nicht beim Relaunch.

Das dritte ist der Erweiterungsmarkt. Jeder Baukasten hat eine Grenze, und hinter der Grenze beginnt ein Katalog fremder Zusatzfunktionen. Wie gut der gefüllt ist, entscheidet, ob eine Mitgliederliste, ein Kalender oder ein Gutscheincode in zwei Klicks erledigt ist oder in einem Projekt endet.

Welche Bauarten es neben den beiden Baukästen gibt

Die Frage nach dem einen oder dem anderen Anbieter blendet drei weitere Wege aus.

Bauart Was du am Ende hast Wo deine Arbeit anfängt
Baukasten mit Assistent eine fertige Seite nach ein paar Fragen zu Branche und Farben sobald etwas gespeichert, verschickt oder abgerechnet wird
Baukasten mit freier Fläche ein Layout, das du bis auf den Pixel selbst bestimmst bei jeder Ansicht, die auf dem Handy anders aussehen muss
Baukasten beim Hoster Seite, Adresse und Postfach aus einer Hand bei allem, was über die mitgelieferten Bausteine hinausgeht
Redaktionssystem auf eigenem Webspace ein System, das dir gehört, mit Erweiterungen für fast jeden Zweck bei Updates, Sicherungen, Sicherheit und Tempo
Betreuter Bau durch Agenten ein Produkt, das gebaut und danach weiter betrieben wird bei der Abhängigkeit von einem Anbieter und den laufenden Kosten

Die ersten beiden Zeilen sind gemeint, wenn jemand zwischen zwei Baukästen schwankt. Die dritte kommt oft schon mit dem Vertrag für die Adresse ins Haus. Die vierte verlangt eine Person, die sich kümmert, und zwar dauerhaft. Welche Bauart zu welchem Vorhaben passt, ordnet Homepage-Baukasten im Vergleich: worauf es nach dem Start ankommt ein.

Die Assistenten schreiben inzwischen auch Texte und setzen ganze Entwürfe zusammen. Woran sich diese Werkzeuge messen lassen müssen, sobald der Entwurf steht, zeigt Beste KI für Website-Erstellung: was nach dem Entwurf zählt.

Was ist günstiger, der eine Baukasten oder der andere?

Die ehrliche Antwort: Das entscheidet nicht der Anbieter, sondern die Zahl deiner Änderungen im Jahr und die Person, die sie macht. Der Abopreis ist der einzige Posten, den du vor dem Start vergleichen kannst, und er ist der kleinste.

Posten Wo er auftaucht Wann er wächst
Monatliches Abo auf der Preisseite des Anbieters wenn eine einzelne Funktion ein grösseres Paket verlangt
Adresse und Postfach in der Jahresrechnung, oft getrennt vom Abo nach dem ersten Vertragsjahr
Zusatzfunktionen aus dem Erweiterungsmarkt als eigene Abos neben dem Abo mit jeder Funktion, die die Vorlage nicht mitbringt
Gebühr je Zahlung im Shop in der Abrechnung des Zahlungsanbieters mit jeder Bestellung
Bilder und Schriften mit Lizenz einmalig oder jährlich beim Anbieter der Datei beim Relaunch, wenn die Lizenz die alte Seite meinte
Deine Stunden nirgends jedes Mal, wenn du selbst suchst statt zu beauftragen
Fremde Stunden in der Rechnung der Agentur oder der Freelancerin bei jeder Änderung, die du abgibst

Die letzten beiden Zeilen kippen jeden Vergleich. Eine Seite, die zweimal im Jahr angefasst wird, ist bei beiden Anbietern eine kleine Rechnung. Eine Seite mit wöchentlichen Terminen, neuen Kursen und wechselnden Preisen ist bei beiden eine Dauerbaustelle, und die Dauerbaustelle zahlst du in Stunden.

Wann ein Baukasten für dein Vorhaben nicht mehr reicht

Die Grenze verläuft nicht beim Design, sondern beim ersten Formular, das etwas auslöst.

Eine Fahrschule mit zwei Fahrlehrern zeigt das gut. Der Kalender ist schnell gebaut. Was Zeit frisst, liegt daneben: Zwei Schüler wollen denselben Termin, einer sagt am Vorabend ab, der freie Platz soll wieder sichtbar werden, die Bestätigung landet im Spam-Ordner, und der Fahrlehrer will abends auf dem Handy sehen, wer morgen kommt. Welche Teile dazugehören, steht in Buchungssystem: Termine, Absagen und Bestätigungen im Griff.

Ein Baukasten löst davon den sichtbaren Teil. Für den Rest hängst du eine fremde Zusatzfunktion an die Seite, die ihre eigenen Daten hält, ihre eigenen Mails schickt und ihre eigene Rechnung stellt. Zwei Systeme, zwei Passwörter, zwei Orte für dieselbe Kundin.

Die letzte Zeile der Tabelle oben beschreibt den anderen Weg. Bei Melta beschreibst du die Idee, bekommst ein Konzept und gibst es frei; der Bau dauert bis zu 24 Stunden, das Ergebnis liegt zuerst in einer privaten Vorschau mit Demodaten, und Änderungen laufen danach per Chat. Der günstigste Plan kostet 100 USD im Monat, ein Gratis-Tarif fehlt.

Umziehen: was ein späterer Wechsel wirklich kostet

Der Weg vom einen Baukasten zum anderen ist kein Export und kein Import. Texte und Bilder bekommst du heraus, das Layout nicht, die Formulare nicht und die Zusatzfunktionen schon gar nicht. Gerechnet wird in Abenden.

Teurer als das Abtippen ist der Verlust an Adressen. Jedes System baut seine Pfade selbst, die Unterseite heisst nach dem Umzug anders, und jeder Verweis aus einem Verzeichnis, einem Newsletter oder einem alten Beitrag zeigt ins Leere. Dagegen hilft nur eine Weiterleitung für jede alte Adresse. Google schreibt in der Anleitung zum Umzug mit Adressänderung, man solle die Weiterleitungen möglichst lange beibehalten, generell mindestens für ein Jahr. Manche Baukästen lassen dich solche Weiterleitungen selbst eintragen, andere nicht, und genau das steht in keinem Vergleich.

Dazu kommen die Kleinigkeiten, die niemand einplant: das Postfach an der eigenen Adresse, die Einträge im Kartendienst, das Zertifikat, die Verbindung zur Buchhaltung. Was nach einem Umzug auf ein eigenes System an laufender Arbeit bleibt, beschreibt Alternative zum Redaktionssystem: was nach dem Umzug bleibt.

Der eine Baukasten oder der andere: so entscheidest du

Die Wahl wird leicht, sobald du sie hinten anstellst.

Schreib in einem Satz auf, was deine Seite im zwölften Monat tun muss. Nimm dann die Probezeit und bau nicht die Startseite, sondern den schwierigsten Fall aus diesem Satz: den doppelten Termin, die Absage, die Bestellung mit Rechnung, den Mitgliederbereich. Prüfe zum Schluss zwei Dinge, die beide erst später weh tun: Wie kommst du an deine Daten heran, und wer darf Weiterleitungen einrichten.

Fällt der Test bei einem der beiden durch, hast du deine Antwort. Fällt er bei beiden an derselben Stelle durch, heisst die Antwort keiner von beiden, und die Suche geht eine Zeile tiefer weiter.

FAQ

Wie teste ich, ob der eine Baukasten oder der andere passt?

Bau in der Probezeit nicht die Startseite, sondern den schwierigsten Fall deines Alltags: zwei Termine am selben Tag, eine Absage, eine Bestellung mit Rechnung. Was dabei hakt, hakt später jede Woche.

Kann ich meine Inhalte später mitnehmen?

Texte und Bilder bekommst du fast überall heraus, das Layout und die Funktionen nicht. Frag vor dem Start, in welchem Format der Export kommt und ob Bestellungen und Kundenkonten darin enthalten sind.

Was passiert beim Wechsel mit meinen Platzierungen bei Google?

Die Adressen ändern sich, deshalb braucht jede alte Seite eine Weiterleitung auf die neue. Google rät, diese Weiterleitungen möglichst lange beizubehalten, generell mindestens für ein Jahr.

Reicht ein Baukasten für eine kleine Firmenseite?

Für Startseite, Leistungen, Team und Kontakt reicht er in der Regel. Eng wird es, sobald die Seite Termine annimmt, Mitglieder verwaltet oder Rechnungen schreibt.

Themen: Homepage-Baukasten, Vergleich, Website erstellen, Betrieb, Umzug

Quellen

  1. Melta-Preisseite: Pläne, Preise und Umsatzbeteiligung im Überblick
  2. So funktioniert Melta: Konzept, Bau, private Vorschau, Go-live
  3. Google Search Central, Website migrieren und URL ändern: wie lange Weiterleitungen bestehen bleiben sollen developers.google.com

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