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Baukasten oder WordPress: was nach dem Start entscheidet

Baukasten oder WordPress entscheidet sich nicht am Editor, sondern daran, wer die Seite nach dem Start pflegt, wer Updates einspielt und was im zweiten Jahr dazukommt. Welcher Anbietertyp wofür taugt, ordnet [Homepage-Baukasten im Vergleich: worauf es nach dem Start ankommt](/blog/homepage-baukasten-vergleich) ein.

· Von Melta

Was ist besser: Baukasten oder WordPress?

Für die meisten kleinen Seiten entscheidet nicht das System, sondern die Zuständigkeit. Ein Mietbaukasten gibt dir eine Vorlage, einen Editor und Platz im Netz, und der Anbieter hält die Technik am Laufen. WordPress gibt dir ein System, das du selbst aufsetzt, und damit die Pflicht, es aktuell zu halten.

Die Wahl fällt deshalb nicht im Editor. Sie fällt an dem Dienstagmorgen im zweiten Jahr, an dem neue Preise auf die Seite müssen, ein Zertifikat ausläuft oder ein Formular keine Mails mehr verschickt. Wer das dann macht, steht in keinem Vergleichstest, sondern in deinem Kalender.

Kurz gesagt: Baukasten, wenn du Seiten zeigen willst und die Technik nicht anfassen möchtest. WordPress, wenn du Zugriff auf Code und Daten brauchst und jemanden hast, der die Updates einspielt.

Der Unterschied liegt im Betrieb, nicht im Editor

Beide Wege führen zu einer Seite, die ordentlich aussieht. Sie unterscheiden sich darin, wie viel Betrieb bei dir hängen bleibt. Selbst gehostet übernimmst du Server und Laufzeitumgebung, Datenbank, Sicherungen, Zertifikate und die Wiederherstellung nach einem Ausfall. Beim Baukasten liegt genau dieser Teil beim Anbieter, dafür endet dein Zugriff dort, wo der Editor endet. Was ein Umzug an dieser Verteilung ändert, steht in WordPress Alternative finden: was nach dem Umzug bleibt.

Aufgabe Mietbaukasten WordPress auf eigenem Hosting
Server und Zertifikat der Anbieter du oder dein Hoster
Updates einspielen der Anbieter du
Sicherungen und Rückspielen der Anbieter du
Erweiterungen pflegen aus dem Katalog des Anbieters jede einzeln
Ablauf, den die Vorlage nicht kennt dazumieten oder weglassen dazubauen lassen
Inhalte mitnehmen was der Export hergibt Datenbank und Dateien

Die Zeile mit den Updates wiegt im Alltag am meisten. Sie ist keine einmalige Aufgabe, sondern eine, die alle paar Wochen wieder auf dem Tisch liegt, auch in den Monaten, in denen an der Seite sonst nichts passiert.

Hosting bei Baukasten oder WordPress: wer macht die Arbeit?

Hosting ist weniger eine Frage von Speicherplatz als von Zuständigkeit. Das Betriebssystem braucht Updates, das Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung läuft ab, die Datenbank will gesichert werden. Beim Baukasten steckt diese Arbeit im Tarif, und du merkst sie nur, wenn etwas ausfällt. Bei WordPress suchst du dir das Hosting selbst aus, und wie viel davon der Hoster übernimmt, steht im Kleingedruckten.

Zwei Fragen klären das vor dem Vertrag. Wie oft wird gesichert, wie lange bleiben die Sicherungen erhalten, und kannst du eine selbst zurückspielen? Und wer spielt die Aktualisierungen ein, wenn du drei Wochen nicht hinschaust? Sicherheitsupdates werden fällig, sobald sie erscheinen, Zertifikate vor Ablauf, Inhalte immer dann, wenn sich Preise, Zeiten oder Rechtstexte ändern. Ein fester Termin im Monat deckt davon nur einen Teil ab.

Vorlagen, Themes und Plugins: wo die Grenze liegt

Vorlagen entscheiden weniger, als der Vergleich zweier Galerien vermuten lässt. Die Grenze verläuft nicht zwischen schön und hässlich, sondern zwischen Seiten und Abläufen. Text, Bilder und ein Kontaktformular bekommst du in beiden Systemen ordentlich hin. Sobald Besucher etwas tun sollen, das über ein Formular hinausgeht, wird es eng: eine Buchung, die zwei Leute nicht auf dieselbe Stunde lässt, ein Kundenbereich mit eigenem Zugang, ein Preis, der von der Menge abhängt.

WordPress löst das über Erweiterungen, und dort liegt auch die Rechnung. Bei WordPress und Joomla trifft es selten den Kern, sondern eine Erweiterung, die kaum noch gepflegt wird. Wer viele Erweiterungen installiert hat, hat viele Türen, und jede davon braucht jemanden, der die Updates einspielt. Im Baukasten ist die Auswahl kleiner und der Katalog gepflegt, dafür hört er dort auf, wo dein Ablauf anfängt.

Was kostet Baukasten oder WordPress im zweiten Jahr?

Rechne nie mit dem Monat eins, sondern mit dem Jahr zwei. Zum Tarif kommen Posten, die in fast jedem Angebot separat auftauchen: die Domain nach dem Aktionsjahr, ein Mailpostfach unter der eigenen Adresse, Erweiterungen aus einem Katalog, bei Shops die Gebühr je Zahlung und bei manchen Anbietern ein Anteil am Umsatz. Bei WordPress stehen dieselben Posten auf der Liste, nur anders verteilt: Hosting statt Tarif, Lizenzen statt Katalog, dazu die Arbeit, die dir niemand in Rechnung stellt.

Posten Mietbaukasten WordPress selbst betrieben
Laufende Grundgebühr Tarif je Paket Hosting-Paket
Domain nach dem Aktionsjahr separat separat
Mailpostfach unter eigener Adresse separat separat
Erweiterungen aus dem Katalog Lizenz je Erweiterung
Zahlungen im Shop Gebühr je Zahlung, teils Anteil am Umsatz Gebühr je Zahlung
Deine Stunden Pflege im Editor Pflege und Updates

Der grösste Posten steht in keiner Tabelle: die Stunden, die du selbst hineinsteckst. Wie sich diese Stunden je nach Anbietertyp verteilen, zeigt der Überblick über Baukästen und ihre Alternativen.

Sichtbarkeit bei Google: entscheidet das System?

Kaum. Ein Wechsel des Baukastens ändert an deiner Sichtbarkeit selten etwas. Google braucht drei Dinge: Es muss deine Seite abrufen dürfen, verstehen, worum es geht, und einen Grund haben, sie vor anderen zu zeigen. Das Abrufen ist Technik, und die liefert jedes ernsthafte System mit. Das Verstehen und der Grund stehen in deinen Texten, und die schreibst du in beiden Fällen selbst. Wer allein wegen der Suche das System tauscht, verschiebt die Baustelle, statt sie zu räumen.

Die dritte Möglichkeit: bauen und betreiben lassen

Zwischen Selbermachen im Baukasten und Selbermachen mit WordPress liegt ein dritter Weg. Du gibst den Bau ab und den Betrieb gleich mit. Melta baut Web-Produkte im Auftrag und betreibt sie danach weiter, mit Hosting, Wartung, Änderungen und Support. Der Bau dauert bis zu 24 Stunden. Der günstigste Plan kostet 100 USD im Monat.

Änderungen laufen danach per Chat. Du beschreibst in eigenen Worten, was anders sein soll, der Editor liest den echten Code und ändert ihn, und du siehst dabei zu. Wie sich Wartung und Änderungen in einem betreuten Betrieb verteilen, steht auf der Seite zu Wartung und Änderungen per Chat. Was nach einem fertigen Entwurf an Arbeit übrig bleibt, ordnet was bei einer KI-Website nach dem Entwurf zählt ein.

Wie du dich zwischen Baukasten und WordPress entscheidest

Vier Fragen reichen. Wer spielt die Updates ein, wenn du drei Wochen keine Zeit hast? Steht dafür kein Name, nimm den Weg, bei dem ein Anbieter die Technik hält. Braucht deine Seite Seiten oder Abläufe? Buchung, Login und Rechnung sind der Punkt, an dem Vorlagen aufhören. Was kostet der Weg im zweiten Jahr, Domain, Mailpostfach und Erweiterungen eingerechnet? Und was nimmst du mit, wenn du gehst?

Auf die letzte Frage gibt es eine unbequeme Antwort. Inhalte kommen fast immer mit, Struktur und Aussehen selten, und Formulare, Buchungen und Newsletter-Anbindungen haben im neuen System oft keine direkte Entsprechung. Wer diese vier Antworten vorher aufschreibt, hat die Frage Baukasten oder WordPress meist schon beantwortet, bevor der erste Editor offen ist.

FAQ

Ist ein Baukasten oder WordPress für Anfänger besser?

Für den Start ist der Baukasten einfacher, weil der Anbieter Server, Zertifikat, Updates und Sicherungen übernimmt. WordPress passt, wenn du Zugriff auf Code und Daten brauchst und die Pflege organisiert ist.

Braucht WordPress ein eigenes Hosting?

Ja. Selbst gehostet übernimmst du Server und Laufzeitumgebung, Datenbank, Sicherungen, Zertifikate und die Wiederherstellung nach einem Ausfall, entweder selbst oder über einen Hoster, der diese Arbeit vertraglich übernimmt.

Sind Erweiterungen und Plugins ein Sicherheitsrisiko?

Sie sind das häufigste Einfallstor. Getroffen wird selten der Kern, sondern eine Erweiterung, die kaum noch gepflegt wird, und jede installierte Erweiterung braucht jemanden, der die Updates einspielt.

Was kommt beim Wechsel des Systems mit?

Inhalte fast immer, Struktur und Aussehen selten. Formulare, Buchungen und Newsletter-Anbindungen haben im neuen System oft keine direkte Entsprechung und werden dort neu aufgesetzt.

Bringt ein Wechsel bessere Platzierungen bei Google?

Selten. Ein Wechsel des Baukastens ändert an der Sichtbarkeit wenig, weil das Verstehen und der Grund für eine gute Platzierung in deinen Texten stehen und nicht im Editor.

Themen: Homepage-Baukasten, WordPress, Vergleich, Website-Wartung, Hosting

Quellen

  1. Was ein Homepage-Baukasten technisch übernimmt
  2. Welche Arbeit ein selbst gehostetes System wie WordPress mitbringt
  3. Warum Erweiterungen das häufigste Einfallstor sind
  4. Welche Arbeit beim Hosting laufend anfällt
  5. Wann Sicherheitsupdates, Zertifikate und Inhalte fällig werden
  6. Warum du mit dem zweiten Jahr rechnen solltest
  7. Was ein Systemwechsel für die Sichtbarkeit bei Google bringt
  8. Wie Änderungen nach dem Go-live ablaufen

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