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Alternative zum Design-Baukasten: was nach der Vorlage kommt

Die Alternative zum Design-Baukasten wird selten wegen der Optik gesucht, sondern wegen allem, was nach dem Einrichten kommt: Texte pflegen, Rechtsseiten aktuell halten, Funktionen nachrüsten. Welcher Baukasten sich wofür eignet, ordnet [Homepage-Baukasten im Vergleich: worauf es nach dem Start ankommt](/blog/homepage-baukasten-vergleich) ein.

· Von Melta

Wann lohnt sich eine Alternative zum Design-Baukasten?

Sobald die Arbeit an der Seite nicht mehr am Aussehen hängt, sondern an allem daneben. Ein Baukasten gibt dir eine Vorlage, einen Editor und einen Platz im Netz. Er gibt dir niemanden, der am Dienstagmorgen die neuen Preise einträgt.

Die Anzeichen sind immer dieselben. Du schiebst kleine Änderungen wochenlang vor dir her, weil Einloggen und Suchen im Editor länger dauern als der Satz, den du ändern willst. Du brauchst etwas, das die Vorlage nicht kennt: eine Buchung mit Absagen, einen Kundenbereich mit eigenem Zugang, einen Verkauf mit ordentlicher Rechnung. Der Zugang zum Konto ist alles oder nichts, deshalb darf ausser dir niemand ran. Und du zahlst jedes Jahr für ein Werkzeug, das du zweimal im Jahr öffnest.

Keiner dieser Punkte ist ein Designproblem. Ein Wechsel auf die nächste schöne Vorlage löst deshalb auch keinen davon.

Was die schöne Vorlage nicht löst

Der Entwurf ist der kleinere Posten. Zeit frisst, was danach jede Woche anfällt: Bilder in der richtigen Grösse, Texte, die jemand schreiben muss, ein Formular, dessen Mails nicht im Spam landen, eine zweite Sprache, ein Termin, den zwei Leute gleichzeitig buchen.

Im Mietmodell fällt diese Arbeit auf dich zurück, weil der Preis den Editor abdeckt und nicht die Bedienung.

Was nach dem Start anfällt Baukasten mit Vorlage Betreutes Produkt
Texte und Preise ändern du selbst im Editor du beauftragst die Änderung
Technische Updates der Anbieter der Betreiber
Funktion, die die Vorlage nicht kennt Zusatzdienst mieten oder weglassen wird dazugebaut
Impressum und Datenschutz pflegen du selbst je nach Vertrag der Betreiber
Inhalte mitnehmen was der Export hergibt was der Vertrag zusagt

Die dritte Spalte ist der eigentliche Unterschied zwischen einem Werkzeug und einem Betrieb. Wer die mittlere Spalte selbst ausfüllt, zahlt mit Zeit statt mit Geld, und im zweiten Jahr fällt das deutlicher auf als im ersten. Was nach einem fertigen Entwurf an Arbeit übrig bleibt, ordnet was bei einer KI-Website nach dem Entwurf zählt ein.

Alternative zum Design-Baukasten für Fotografen und Ateliers

Bei Bildarbeit zeigt sich die Grenze früher als bei einer Firmenseite. Das Raster für ein Portfolio kann jede Vorlage. Schwieriger wird alles daneben: ein geschützter Bereich pro Auftrag, in dem die Kundin ihre Auswahl markiert, Dateien in zwei Grössen für Netz und Druck, ein Verkauf, bei dem nicht das Bild, sondern eine Lizenz über den Tisch geht, und Seiten, die trotz schwerer Bilddateien schnell laden.

In der Vorlage endet das meistens bei einem Kontaktformular und einem Link zu einem fremden Galeriedienst. Wer sein Archiv dort ablegt, ist die Arbeit los, aber die Adresse gehört jemand anderem, und der Preis dafür steht auf einer zweiten Rechnung.

Für ein Atelier lautet die Frage deshalb nicht, welche Vorlage die schönste ist. Die Frage lautet: Wo liegen die Bilder, wer liefert sie aus, und was passiert, wenn der Galeriedienst sein Angebot ändert?

Wie liest du Vergleichslisten und Forenberichte?

Vergleichslisten sortieren nach dem, was sich leicht in Spalten packen lässt: Zahl der Vorlagen, Speicherplatz, Preisstufen. Was Zeit kostet, steht in keiner davon. Eine Liste aus dem vergangenen Jahr beschreibt ausserdem einen Stand, den es so nicht mehr gibt, denn Tarife ändern sich schneller als Testberichte.

Foren taugen mehr, wenn du sie richtig liest. Ein Beitrag mit einer Abstimmung darunter sagt wenig. Ein Beitrag, in dem jemand schreibt, woran genau er hängen geblieben ist, sagt viel: welche Funktion fehlte, wie der Export aussah, wie lange der Support gebraucht hat. Nach solchen Berichten suchst du. Zwei Dinge prüfst du dabei, das Datum und ob die Person die Seite heute noch betreibt.

Europäische Alternative: was in Deutschland dazukommt

Wer von einem Anbieter aus Übersee wegwill, nennt meistens zwei Gründe: die Rechtsseiten und die Frage, wo die Daten liegen.

Ein Impressum ist Pflicht, sobald die Seite nicht rein privat ist, und die Schwelle dahin ist niedrig. Der Inhalt hängt an deiner Rechtsform, gepflegt wird er von dir, denn ein Baukasten liefert dafür höchstens einen Generator. Sobald die Seite zusätzlich misst oder eine Karte von einem fremden Server einbettet, kommt eine Einwilligung dazu, weil dabei etwas im Gerät der Besucherin gespeichert oder ausgelesen wird, das für den gewünschten Dienst nicht nötig ist.

Der Auftragsverarbeitungsvertrag gehört ebenfalls dazu. Du brauchst einen mit jedem, der in deinem Auftrag Daten verarbeitet, und er muss auffindbar sein, nicht nur zugesagt. Ein Anbieter mit Sitz in Europa erspart dir hier das Suchen in fremden Rechtsordnungen.

Der zweite Punkt klingt banal und entscheidet trotzdem den Alltag: Sprache und Zeitzone des Supports. Eine Antwort am nächsten Morgen ist etwas anderes als eine Antwort mitten in deiner Nacht. Wie Rechtsseiten aus hinterlegten Betreiberdaten entstehen, zeigt Impressum und Datenschutz aus den Betreiberdaten.

Was eine Open-Source-Alternative wirklich verlangt

Ein quelloffenes System löst genau ein Problem: Du hängst nicht mehr am Tarif eines Anbieters. Alles andere wandert zu dir. Updates, Backups, das Zertifikat, die Wiederherstellung nach einem Einbruch, die Erweiterung, die nach dem nächsten grossen Update stehen bleibt.

Das ist ein guter Tausch, wenn im Haus ohnehin jemand Server pflegt. Es ist ein schlechter Tausch, wenn die Person, die das übernehmen soll, dieselbe ist, die seit Monaten keine Zeit findet, den Preis auf der Startseite zu ändern.

Rechne den Wechsel deshalb nicht in Lizenzkosten, sondern in Stunden pro Monat und in der Frage, wer am Wochenende erreichbar ist. Was nach einem solchen Umzug an Arbeit übrig bleibt, steht in was nach dem Umzug auf ein quelloffenes System bleibt.

Was kostet eine betreute Alternative statt einer Vorlage?

Beim Mietwerkzeug zahlst du eine Monatsgebühr und deine eigene Zeit. Beim betreuten Produkt zahlst du mehr Geld und weniger Zeit. Ehrlich wird der Vergleich erst, wenn beide Posten in derselben Tabelle stehen.

Melta etwa schreibt aus deiner Beschreibung ein Konzept, baut das Produkt nach der Freigabe in bis zu 24 Stunden und betreibt es danach weiter. Die Pläne:

Plan Preis im Monat Produkte Umsatzbeteiligung
Starter 100 USD 1 5 Prozent
Growth 300 USD 3 3 Prozent
Scale 900 USD 10 1 Prozent

Bei Jahreszahlung gelten zehn Monate für zwölf. Wer Karten annimmt, zahlt bei Starter 4,9 Prozent, bei Growth 4,4 Prozent, bei Scale 3,9 Prozent, jeweils plus 0,30 USD je Zahlung, abgezogen von der Auszahlung. Hosting, Datenbank, Speicher, Mail, Analytics und Logs werden einmal im Monat zum Selbstkostenpreis abgerechnet. Einen Gratis-Tarif gibt es dort nicht.

Die Arbeit der Agenten läuft über Credits, beim Kauf entsprechen 100 Credits einem US-Dollar. Eine Änderung per Chat kostet meist unter hundert Credits, ein fehlgeschlagener Lauf kostet nichts. Damit lässt sich die Zahl rechnen, die auf keiner Baukasten-Rechnung steht: was eine Änderung kostet, wenn du sie nicht selbst machst.

Woran du die passende Alternative zum Design-Baukasten erkennst

Vier Fragen reichen meistens. Wer trägt die Änderung ein, die am nächsten Dienstag ansteht, und wie lange dauert sie? Was passiert, wenn die Seite am Samstagabend nicht erreichbar ist, und wen rufst du dann an? Nimmst du deine Inhalte mit, wenn du gehst, und in welchem Format? Vergleichst du Werkzeugpreise oder Gesamtkosten samt der Arbeit dahinter?

Wenn die ersten drei Antworten auf dich selbst hinauslaufen und dir diese Zeit fehlt, ist die Alternative zum Design-Baukasten kein Designwechsel, sondern ein Wechsel der Zuständigkeit. Welcher Anbieter sich wofür eignet, ordnet Homepage-Baukasten im Vergleich: worauf es nach dem Start ankommt ein.

FAQ

Gibt es eine Alternative zum Design-Baukasten ohne laufende Kosten?

Ohne laufende Kosten bleiben nur eine fremde Adresse und deine eigene Arbeitszeit. Domain und Auslieferung stehen auf jeder Rechnung, und was du nicht bezahlst, erledigst du selbst.

Lohnt sich ein quelloffenes System für eine kleine Seite?

Nur wenn jemand Updates, Backups und Zertifikate zuverlässig übernimmt. Sonst tauschst du eine Monatsrechnung gegen Wartungsarbeit, die niemand eingeplant hat.

Was passiert beim Wechsel mit Texten, Bildern und der Domain?

Die Domain zieht mit, sofern sie auf deinen Namen registriert ist. Texte und Bilder exportierst du besser, solange der alte Vertrag noch läuft, denn nach der Kündigung ist der Zugang oft zu.

Woran merkst du, dass die Vorlage an ihre Grenze kommt?

Wenn du deine Abläufe an die Seite anpasst statt umgekehrt. Etwa dann, wenn du Termine per Mail nachpflegst, weil der Kalender in der Vorlage keine Absage kennt.

Themen: Baukasten, Website wechseln, Betrieb, Rechtsseiten, Kosten

Quellen

  1. Preisübersicht aller Pläne auf der Preisseite
  2. Ablauf von der Idee über das Konzept bis zum Go-live
  3. Impressum und Datenschutz aus hinterlegten Betreiberdaten
  4. Wann ein Impressum Pflicht ist
  5. Wann eine Seite eine Einwilligung braucht

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