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Baukasten-Alternative: was der Wechsel dir wirklich abnimmt

Eine Baukasten-Alternative suchst du meistens nicht wegen des Editors, sondern wegen der Arbeit danach: Änderungen, Daten, eigene Adresse, laufende Kosten. Was nach dem Start zählt, ordnet [Homepage-Baukasten im Vergleich: worauf es nach dem Start ankommt](/blog/homepage-baukasten-vergleich) ein.

· Von Melta

Baukasten-Alternative: der Haken zuerst

Der Wunsch nach einem anderen Anbieter kommt selten vom Editor. Er kommt von einem Satz wie "dafür braucht es noch ein Zusatzmodul", von einer Rechnung, die jedes Jahr eine Position mehr hat, oder von der Frage, wer die Öffnungszeiten ändert, wenn die Aushilfe weg ist.

Deshalb führt ein Vergleich von Editoren fast immer in die Irre. Zwei Baukästen unterscheiden sich in der Bedienung, kaum in dem, was sie dir abnehmen. Die Arbeit danach ist in beiden dieselbe: Texte schreiben, Termine pflegen, Preise aktualisieren, nachsehen, ob das Formular noch ankommt.

Die nützlichere Frage lautet, was genau du loswerden willst. Wer eine hübschere Vorlage sucht, wechselt und ärgert sich in einem halben Jahr über dasselbe. Wer eine Funktion braucht, die es im Baukasten nicht gibt, sucht keinen zweiten Baukasten, sondern eine andere Gattung Werkzeug.

Vier Gründe, aus denen Leute den Anbieter wechseln

Der erste ist eine fehlende Funktion. Buchung mit Kalender und Absagen, ein Mitgliederbereich mit Login, ein Verkauf mit Varianten und Gutscheinen: Das sind keine Gestaltungsfragen, das ist Software. Im Baukasten hängst du dafür Zusatzdienste an, und ab dem dritten pflegst du vier Systeme statt einem.

Der zweite ist die Pflege. Jede Änderung braucht entweder deine Zeit oder das Budget von jemandem, der sie für dich macht. Beides fällt monatlich an, nicht einmal.

Der dritte ist die Adresse und der Datenbestand. Wem gehört die Domain, kommst du an deine Texte, Bilder und Kundendaten, und was bleibt dir, wenn du gehst? Was bei einem Umzug tatsächlich mitgeht und was du neu aufbauen musst, ordnet WordPress Alternative finden: was nach dem Umzug bleibt ein.

Der vierte ist der Preis, allerdings nicht der vom Start. Teuer wird selten die Grundgebühr. Teuer werden die Posten, die später dazukommen, und die Stunden, die niemand als Kosten verbucht, weil sie am Feierabend anfallen.

Was kostet eine Baukasten-Alternative über zwei Jahre?

Rechne nicht den Monatspreis, sondern die Posten über die Zeit, in der du die Seite wirklich betreibst.

Posten Was er umfasst Wann er auffällt
Aufbau Struktur, Texte, Bilder, Einrichtung einmal am Anfang
Änderungen Preise, Termine, neue Seiten, kleine Funktionen jeden Monat, dauerhaft
Betrieb Hosting, Speicher, Mailversand, Statistik auf der monatlichen Abrechnung
Zahlungen Gebühr je Transaktion, Anteil am Umsatz erst wenn du verkaufst
Wechsel Export, neue Adresse, Weiterleitungen am Ende, meistens ungeplant

Die zweite Zeile entscheidet. Ein Aufbau ist ein Projekt mit Anfang und Ende, Änderungen sind ein Dauerposten. Wer sie selbst macht, zahlt in Stunden. Wer sie einkauft, zahlt je Anfrage und wartet auf einen Termin. Welche Posten beim Vergleich von Anbietern regelmässig untergehen, ordnet Homepage-Baukasten im Vergleich: worauf es nach dem Start ankommt ein.

Die letzte Zeile schreibst du am besten vorher auf. Ein Anbieter, bei dem du deine Inhalte und deinen Quelltext nicht herausbekommst, macht den nächsten Wechsel zu einem zweiten Aufbau.

Gibt es eine Baukasten-Alternative ohne Grundpreis?

Angebote ohne Grundpreis gibt es. Prüfe daran drei Dinge, bevor du eins nimmst. Läuft die Seite unter deiner eigenen Adresse oder unter einer Unterdomain des Anbieters? Kommst du jederzeit an deine Daten? Und was passiert, wenn du eine Funktion brauchst, die dort nicht vorgesehen ist?

Das Gegenmodell ist ein betreuter Bau: Du beschreibst, was du brauchst, jemand baut es, und derselbe Anbieter betreibt es danach weiter. Melta rechnet dieses Modell so ab.

Plan Preis im Monat Produkte Anteil am Umsatz Kartenabwicklung
Starter 100 USD 1 5 Prozent 4,9 Prozent plus 0,30 USD je Zahlung
Growth 300 USD 3 3 Prozent 4,4 Prozent plus 0,30 USD je Zahlung
Scale 900 USD 10 1 Prozent 3,9 Prozent plus 0,30 USD je Zahlung

Einen Gratis-Tarif gibt es dort nicht, der günstigste Plan kostet 100 USD im Monat. Bei Jahreszahlung zahlst du zehn Monate und bekommst zwölf. Der Bau dauert bis zu 24 Stunden, danach liegt das Ergebnis zuerst in einer Vorschau mit Demodaten und Testzugängen, die nur du siehst. Die Betriebskosten eines Produkts, also Hosting, Datenbank, Speicher, Mail, Analytics und Logs, werden einmal im Monat zum Selbstkostenpreis abgerechnet.

Ob das günstiger ist als ein Baukasten mit mehreren Zusatzdiensten, hängt an derselben Zeile wie oben: an der Zahl der Änderungen, die du im Jahr wirklich brauchst.

Offener Quelltext und selbst hosten: was du übernimmst

Offener Quelltext heisst, dass du ihn lesen, ändern und irgendwo laufen lassen darfst. Selbst hosten heisst, dass der Server deiner ist, und damit auch alles, was darauf schiefgeht.

Das ist ein ehrlicher Weg, nur verschiebt er die Arbeit, statt sie zu streichen. Auf deiner Seite liegen dann Aktualisierungen, Sicherungen, Zertifikate, Spamfilter und die Frage, warum die Bestätigungsmail im Werbeordner landet. Diese Punkte stehen in keinem Preisvergleich und kosten trotzdem jeden Monat Zeit.

Der Weg lohnt sich, wenn jemand im Haus so etwas kann und gern macht. Ohne diese Person tauschst du eine Monatsrechnung gegen Abende, und der Wechselgrund von oben, die Pflege, kommt durch die Hintertür zurück.

Kläre in beiden Fällen vorher, ob du Quelltext und Daten exportieren kannst. Diese Zusage entscheidet später darüber, ob ein weiterer Umzug ein Handgriff ist oder ein Neubau.

Was in Foren empfohlen wird und was davon trägt

In Diskussionen zum Thema kommen drei Ratschläge immer wieder: nimm etwas mit offenem Quelltext, nimm etwas Billigeres, bau es selbst. Alle drei stimmen für die Person, die sie schreibt.

Was in solchen Antworten fast nie mitgeliefert wird, ist die Ausgangslage. Wer gern schraubt, empfiehlt eine Lösung für Leute, die gern schrauben. Wer seine Seite zweimal im Jahr anfasst, hat andere Sorgen als jemand, der täglich Termine und Preise pflegt.

Lies solche Empfehlungen deshalb rückwärts. Nicht "welches Werkzeug wird oft genannt", sondern "wie viele Stunden im Monat setzt diese Empfehlung voraus, und sind die Stunden da". Brauchbar sind vor allem die Berichte über Umzüge: was gedauert hat, was verloren ging, was der alte Anbieter beim Export herausgegeben hat.

Brauchst du die Profi-Stufe oder eine andere Gattung?

Viele Anbieter haben über dem Standardtarif eine Stufe für Agenturen und Profis: mehrere Projekte in einem Konto, Zugänge für das Team, feinere Gestaltung. Diese Stufe löst ein Mengenproblem und ein Gestaltungsproblem. Am Funktionsproblem ändert sie nichts.

Die Trennlinie verläuft anders. Wenn dein Vorhaben aus Seiten besteht, die etwas zeigen, bleibst du beim Baukasten und sparst dir den Wechsel. Wenn es Logins, Rollen, Buchungen, Rechnungen oder einen Warenkorb mit Regeln braucht, brauchst du Software, und dann ist die Profi-Stufe der falsche Schritt in die richtige Richtung.

Beim Verkauf gilt dasselbe mit höheren Einsätzen, weil Bestellungen, Zahlungen und Steuersätze daranhängen. Was ein Verkauf an Software voraussetzt, zeigt Shop und Kasse als eigenes Produkt. Wie Änderungen ablaufen, wenn sie nicht mehr du machst, zeigt Wartung und Änderungen nach dem Start.

Woran du die passende Baukasten-Alternative erkennst

Schreib vor dem Vergleich drei Sätze auf. Was muss die Seite können, das die jetzige nicht kann. Wer ändert sie in einem Jahr. Was soll passieren, wenn du in zwei Jahren wieder wechseln willst.

Diese drei Sätze sortieren das Feld schneller als jede Funktionsliste. Sie schliessen Anbieter aus, die nur hübscher aussehen, und sie zeigen, ob du überhaupt einen Baukasten suchst oder eine Stufe darüber.

Eine Baukasten-Alternative passt, wenn sie auf alle drei eine Antwort hat, die du deiner Buchhaltung und deiner Nachfolgerin erklären kannst. Fehlen die Antworten, wird der Wechsel zu dem, was er bei den meisten ist: ein neues Werkzeug für dieselbe alte Liste offener Aufgaben.

FAQ

Was ist die beste Alternative zu einem Homepage-Baukasten?

Es gibt keine beste, nur eine passende. Entscheide nach der Funktion, die dir heute fehlt, und danach, wer die Änderungen im kommenden Jahr macht.

Gibt es eine Baukasten-Alternative ohne monatliche Rechnung?

Angebote ohne Grundpreis gibt es, sie verschieben den Aufwand aber auf deine Zeit. Prüfe vorher die eigene Adresse, den Datenexport und die Frage, wer den Server pflegt.

Lohnt sich offener Quelltext auf dem eigenen Server?

Ja, wenn jemand im Haus Server betreut und das gern tut. Sonst übernimmst du Aktualisierungen, Sicherungen und die Zustellbarkeit deiner Mails selbst.

Was passiert beim Wechsel mit meinen Treffern bei Google?

Deine Platzierungen hängen an den Adressen deiner einzelnen Seiten. Richte für jede alte Adresse eine Weiterleitung auf die neue ein, sonst fängst du bei der Sichtbarkeit von vorn an.

Woran erkenne ich, dass sich ein Wechsel nicht lohnt?

Wenn die Optik dein einziger Grund ist. Eine andere Vorlage bekommst du beim jetzigen Anbieter meistens auch, und der Umzug kostet dich Wochen ohne neuen Nutzen.

Themen: Baukasten-Alternative, Anbieterwechsel, Laufende Kosten, Offener Quelltext, Vergleich

Quellen

  1. Preisseite: Jahreszahlung mit zehn Monaten für zwölf
  2. Ablaufseite: private Vorschau mit Demodaten und Testzugängen vor dem Go-live
  3. Wartungsseite: wie eine Änderung nach dem Start abläuft
  4. Hostingseite: eigene Datenbank je Produkt

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