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Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst

Arten von Websites lassen sich am besten danach sortieren, was Besucher dort tun sollen: lesen, anrufen, einen Termin buchen, etwas kaufen oder sich einloggen. Daraus ergeben sich die gängigen Typen von der einseitigen Visitenkarte bis zur Web-App. Die Wahl entscheidet weniger das Aussehen als die Pflege nach dem Start.

· Von Melta

Welche Arten von Websites gibt es?

Die meisten Listen sortieren Websites nach Branche oder nach Aussehen. Das hilft dir bei der Wahl wenig, weil eine Zahnarztpraxis und ein Malerbetrieb dieselbe Art Seite brauchen, ein Malerbetrieb und ein Weinhandel aber nicht. Brauchbarer ist die Frage, was ein Besucher auf der Seite tun soll: lesen, anrufen, einen Termin buchen, bezahlen oder sich einloggen. Jede Antwort zieht andere Technik nach sich, und vor allem andere Arbeit nach dem Start.

Art der Website Was Besucher dort tun Login nötig Was nach dem Start Arbeit macht
Visitenkarte, Firmenwebsite lesen, anrufen, Formular schicken nein Öffnungszeiten, Team und Preise aktuell halten
Blog, Magazin lesen, abonnieren nein regelmässig neue Texte
Portfolio anschauen, anfragen nein neue Arbeiten einpflegen
Online-Shop kaufen für Kundinnen optional Katalog, Versand, Retouren, Zahlungsabwicklung
Buchungsseite Termin wählen und bestätigen meist nein Kalender, Absagen, Bestätigungsmails
Mitgliederbereich, Kundenportal einloggen, Inhalte oder Daten abrufen ja Zugänge, Zahlungen, Support
Web-App, SaaS einloggen und damit arbeiten ja Fehler, Updates, Skalierung, Support

Die Grenzen sind fliessend. Eine Firmenwebsite bekommt einen Buchungsknopf, ein Blog einen kleinen Shop. Für die Entscheidung reicht es, den Typ zu kennen, der den Kern deiner Seite ausmacht. Wie du von dort zur fertigen Seite kommst, steht Schritt für Schritt in der Anleitung zum Erstellen einer Website.

Visitenkarte und Firmenwebsite: gefunden werden reicht

Das ist die häufigste Art von Website und die am meisten unterschätzte. Eine Bäckerei, eine Dachdeckerei, eine Physiotherapiepraxis: Sie brauchen keine Funktion, sondern Auffindbarkeit. Wer nach dem Namen oder nach "Dachdecker" plus Ortsnamen sucht, soll Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen und eine Telefonnummer finden, auf dem Handy, ohne zu scrollen.

Der Haken ist nicht der Bau. Ein paar Seiten mit Text und Fotos sind an einem Nachmittag zusammengestellt. Der Haken ist der Zustand ein Jahr später: Die Öffnungszeiten stimmen seit Ostern nicht mehr, der Mitarbeiter auf dem Teamfoto ist weg, die Preisliste ist die alte. Eine Firmenwebsite, die niemand pflegt, schadet mehr als gar keine, weil sie falsche Auskunft gibt.

Deshalb entscheidet bei dieser Art die Frage, wer nach dem Start ändert. Machst du es selbst, brauchst du eine Oberfläche, die du in einem halben Jahr noch bedienen kannst. Macht es jemand anderes, brauchst du einen Weg, Änderungen zu bestellen, der nicht an einer Warteschlange hängt.

Blog, Magazin und Portfolio: der Inhalt ist das Produkt

Bei einem Blog oder Magazin kommen die Leute nicht wegen der Firma, sondern wegen der Texte. Die Technik dahinter ist einfach: Artikel, Kategorien, eine Suche, ein Newsletter-Feld. Was diese Art von Website trägt oder scheitern lässt, ist der Rhythmus. Ein Blog mit einer Handvoll Artikeln aus dem Gründungsjahr wirkt wie ein leeres Schaufenster.

Das Portfolio ist der Verwandte für Fotografinnen, Architekten, Schreinereien und Ateliers. Hier zählt das Bild, und das heisst technisch: grosse Dateien, die trotzdem schnell laden, und eine Galerie, die auf dem Handy nicht auseinanderfällt. Der Aufwand nach dem Start ist kleiner als beim Blog, aber er ist nicht null. Wer seine neuesten Arbeiten nicht einpflegt, zeigt Interessenten den Stand von damals.

Beide Arten kommen ohne Login und ohne Zahlungen aus. Das macht sie zur Sorte mit dem geringsten Betriebsaufwand, weil kaum etwas kaputtgehen kann, was nicht ein Text ist.

Wann brauchst du einen Online-Shop?

Sobald jemand auf deiner Seite bezahlen soll, wechselst du die Liga. Ein Shop hat einen Katalog, einen Warenkorb, einen Checkout, eine Anbindung an einen Zahlungsdienst, Bestellbestätigungen, Versandstatus und ein Retourenverfahren. Dazu kommen Rechtsseiten, die bei Verkäufen strenger ausfallen als bei einer Visitenkarte.

Die ehrliche Frage vorab lautet nicht, ob du verkaufen willst, sondern wie viel. Ein Weingut mit wenigen Artikeln und einer Handvoll Bestellungen pro Woche braucht keinen Shop mit Lagerverwaltung. Ein Bestellformular mit Rechnung per Mail tut es oft. Ein Shop lohnt sich, wenn Bestellungen ohne dein Zutun durchlaufen sollen: Bezahlung, Bestätigung, Versandetikett, und du siehst nur noch das Ergebnis.

Beim Shop verschiebt sich die Arbeit nach dem Start am stärksten. Der Katalog will gepflegt, die Zahlungsabwicklung überwacht, die Rechtsseiten aktuell gehalten werden. Wer das selbst macht, sollte die Stunden dafür einplanen wie eine Ladenöffnungszeit. Wer es abgibt, sollte vorher wissen, was eine Änderung am Katalog kostet und wie lange sie dauert.

Buchungsseite: der Kalender ist der kleine Teil

Fahrschulen, Yogastudios, Friseure, Zahnarztpraxen, Ferienwohnungen: Überall dort ist die Website vor allem ein Weg, einen Termin zu bekommen, ohne anzurufen. Diese Art von Website sieht auf den ersten Blick wie eine Firmenwebsite mit Kalender aus. In Wahrheit ist sie näher an der Web-App.

Der Kalender selbst ist schnell gebaut. Was Zeit frisst, sind die Fälle daneben: Zwei Leute wollen dieselbe Stunde, jemand sagt kurz vorher ab, die Bestätigungsmail landet im Spam, ein Feiertag steht noch als frei drin. Jede dieser Kleinigkeiten braucht eine Regel, und jede Regel braucht jemanden, der sie einstellt und prüft.

Wenn deine Seite vor allem Termine vergeben soll, plan sie von Anfang an als Buchungssystem und nicht als Firmenwebsite mit angeklebtem Kalender. Welche Fälle ein Buchungssystem abdecken muss und wie Absagen, Erinnerungen und Anzahlungen zusammenspielen, steht auf der Lösungsseite zum Buchungssystem.

Mitgliederbereich, Kundenportal und Web-App

Hinter einem Login beginnt die letzte Gruppe. Ein Mitgliederbereich zeigt zahlenden Nutzern Kurse, Videos oder Dokumente. Ein Kundenportal lässt Kundinnen Rechnungen, Aufträge oder Verträge einsehen. Eine Web-App oder ein SaaS ist ein Werkzeug, mit dem Leute im Browser arbeiten: Zeiterfassung, Rechnungstool, Jobbörse, Marktplatz.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie Daten pro Nutzer speichern. Damit hast du Konten, Passwörter, Zugriffsrechte, Datenschutz und Support. Und du hast Fehler, die nicht auf deinem Bildschirm auftauchen, sondern spät nachts auf dem eines Kunden. Diese Art von Website ist ein Betrieb, kein Dokument.

Dafür gibt es zwei Wege. Entweder du hältst dir ein Team, das baut und betreibt. Oder du gibst beides an einen Anbieter, der das Produkt baut und danach weiterführt. Ein Beispiel für den zweiten Weg ist Melta: Du beschreibst die Idee in eigenen Worten, bekommst ein Konzept zur Freigabe, KI-Agenten bauen das Produkt in bis zu 24 Stunden, und danach laufen Hosting, Wartung und Änderungen per Chat beim Anbieter. Ein Baukasten zum Selberklicken ist das nicht, und für eine reine Visitenkarte wäre es zu viel Werkzeug.

Wer den Code einer KI überlässt und ihn nicht mehr selbst liest, arbeitet nach dem Muster, das inzwischen Vibe Coding heisst. Wie weit das trägt und wo es aufhört, steht im Artikel zu Vibe Coding und seinen Grenzen.

Welche Art von Website brauchst du wirklich?

Zwei Fragen reichen für die Entscheidung. Erstens: Was soll der Besucher am Ende tun? Anrufen heisst Firmenwebsite, lesen heisst Blog, kaufen heisst Shop, buchen heisst Buchungssystem, einloggen heisst Portal oder App. Zweitens: Wer pflegt die Seite nach dem Start, und wie viele Stunden im Monat sind dafür da?

Die zweite Frage ist die wichtigere, und sie wird am seltensten gestellt. Der Bau ist bei allen Arten von Websites der kleinere Posten. Der Ärger entsteht im Betrieb: beim Hosting, das laufen muss, bei Updates, bei jeder Änderung, die jemand einbaut. Was Hosting technisch bedeutet und wo es in der Praxis hakt, erklärt der Artikel zum Webhosting.

Im Zweifel wähl die kleinere Art und lass dir den Ausbau offen. Eine Firmenwebsite mit gutem Text ist mehr wert als ein halbfertiger Shop. Und ein Buchungssystem, das seine Absagen sauber behandelt, schlägt jede Web-App, die viel mehr kann und jede Woche einmal hängt.

FAQ

Was für Arten von Websites gibt es?

Sortiert nach dem, was Besucher tun sollen: Visitenkarte oder Firmenwebsite, Blog oder Magazin, Portfolio, Online-Shop, Buchungsseite, Mitgliederbereich oder Kundenportal und Web-App. Die ersten drei kommen ohne Login und Zahlung aus, die anderen nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Website und Web-App?

Eine Website zeigt allen Besuchern dasselbe. Eine Web-App speichert Daten pro Nutzer hinter einem Login und ist damit ein laufender Betrieb mit Konten, Support und Fehlerüberwachung.

Welche Art von Website passt für ein kleines Unternehmen?

Meist eine Firmenwebsite mit Adresse, Leistungen und Kontakt, ergänzt um einen Buchungsweg, wenn Termine das Geschäft sind. Ein Shop lohnt sich erst, wenn Bestellungen ohne dein Zutun durchlaufen sollen.

Kann ich mit einer kleinen Website anfangen und später ausbauen?

Ja, wenn der Kern von Anfang an richtig gewählt ist. Aus einer Firmenwebsite wird ein Buchungssystem, aus einem Katalog ein Shop. Schwierig wird es nur, wenn der Ausbau ein anderes Fundament braucht als der Start.

Welche Arten von Websites brauchen einen Login?

Mitgliederbereich, Kundenportal und Web-App immer, weil sie Daten pro Nutzer speichern. Ein Shop braucht ihn für die Kundinnen nicht zwingend, eine Firmenwebsite, ein Blog und ein Portfolio gar nicht.

Themen: Arten von Websites, Website, Online-Shop, Buchungssystem, Web-App

Quellen

  1. Webhosting einfach erklaert: was es ist und warum die Pflege danach der Haken ist
  2. Was Vibe Coding ist: Code von einer KI schreiben lassen und ihn nicht mehr selbst lesen

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