Blog
Website für Startups: was drauf muss und was warten kann
Eine Website für Startups ist kein Schaufenster für alles, was ihr vorhabt, sondern eine Seite, die in zwei Sätzen sagt, was ihr baut und für wen, und die den nächsten Schritt einsammelt. Welche Seitenart zu deinem Ziel passt, ordnet [Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst](/blog/arten-von-websites) ein.
Der Haken zuerst: das Produkt ändert sich schneller als die Seite
Die Seite selbst ist schnell beschrieben. Ein Satz, der sagt was ihr baut, ein paar Bilder aus dem Produkt, ein Weg zum Kontakt. Was Zeit frisst, kommt danach. Nach dem zehnten Kundengespräch stimmt der Pitch nicht mehr, aus dem Preis pro Nutzer wird ein Preis pro Team, und die Zielgruppe auf der Startseite ist seit dem Frühjahr eine andere.
Dazu kommt ein Punkt, den nur junge Firmen haben. Es gibt noch keine Referenzen, keine Bewertungen, keine Kundenlogos, die jemand kennt. Die Seite verkauft eine Absicht und muss trotzdem glaubwürdig klingen. Das verschiebt das Gewicht: weniger Beweis von aussen, mehr Klarheit darüber, welches Problem ihr angeht und für wen.
Der dritte Punkt zeigt sich nach einem halben Jahr. Wer die Seite ändert, ist meistens die Person mit den wenigsten freien Stunden. Läuft jede Textänderung über einen Dienstleister, bleibt die Seite stehen, während das Produkt weitergeht. Dann steht im Netz eine Version eurer Firma, die es so nicht mehr gibt.
Was gehört auf eine Website für Startups?
Jeder Abschnitt beantwortet eine Frage, die ein Besucher ohnehin stellt, bevor er sich meldet. Sobald zwei Abschnitte dieselbe Frage beantworten, streichst du einen.
| Abschnitt | Frage, die er beantwortet |
|---|---|
| Startseite | Was baut ihr, für wen, und welches Problem geht ihr an? |
| Produkt in Aktion | Wie sieht das aus, wenn ich es benutze? |
| Für wen es gedacht ist | Bin ich gemeint, oder ist das für grössere Firmen? |
| Preis oder Preisrahmen | Was kostet das, und wenn es offen ist: wie erfahre ich es? |
| Team | Wer steckt dahinter, und warum ausgerechnet ihr? |
| Nächster Schritt | Demo, Warteliste oder Gespräch: was soll ich jetzt tun? |
| Impressum und Datenschutz | Wer betreibt die Seite, und was passiert mit meinen Daten? |
Nicht drauf müssen die Roadmap der nächsten zwei Jahre, ein Pressebereich ohne Presse, ein Blog ohne Leser und das Investorendeck auf der Startseite. Was Geldgeber sehen sollen, gehört in ein Dokument, das du verschickst, nicht in die Navigation.
Der Preis dagegen gehört hin, auch wenn er noch wackelt. Eine Spanne oder ein Startwert sortiert Anfragen, bevor sie eure Zeit kosten. Wer über Geld nichts sagt, führt Gespräche mit Leuten, die nie kaufen werden.
Startups Website: eine Seite oder mehrere?
Am Anfang reicht meistens eine einzige Seite. Alles steht untereinander, der Besucher scrollt, am Ende wartet das Formular. Das ist schnell geschrieben und leicht aktuell zu halten, und es hat eine Grenze: Sobald zwei Zielgruppen etwas völlig Verschiedenes lesen sollen, streiten sie auf derselben Seite um denselben Platz. Wo dieses Format kippt, steht in Was ist ein Onepager? Aufbau, Beispiel und Grenzen.
Davon getrennt ist die Seite für eine einzelne Kampagne. Wenn ihr Anzeigen schaltet oder auf einer Messe einen Code verteilt, zeigt eine eigene Seite genau das Angebot aus der Anzeige, ohne Menü und ohne Ablenkung daneben. Was so eine Seite tragen muss, erklärt Was ist eine Landingpage? Definition, Aufbau, Beispiel.
Mehrere Seiten lohnen sich, sobald ihr je Anwendungsfall eigene Texte für die Suche schreibt oder wenn Dokumentation, Stellenanzeigen und Preise auseinanderlaufen. Das passiert selten im dritten Monat und oft im zweiten Jahr.
Wie baust du eine Website für Startups?
Es gibt vier Wege, und sie unterscheiden sich vor allem darin, wer die Arbeit nach dem Start macht.
| Weg | Wer baut | Wer ändert später | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Baukasten | ihr selbst | ihr selbst, zwischen zwei Terminen | die Seite eine Seite bleibt |
| Freelancer oder Agentur | extern | extern, nach Aufwand | Gestaltung wichtig ist und Änderungen selten sind |
| Selbst programmieren | euer Team | euer Team | Entwickler da sind und die Seite am Produkt hängt |
| Bauen und betreiben lassen | ein Anbieter | der Anbieter auf Zuruf | bei euch niemand Zeit für Technik hat |
Der dritte Weg sieht billig aus und ist es selten. Jede Stunde, die ein Entwickler in die Startseite steckt, fehlt im Produkt, und genau daran misst euch später jeder Investor.
Beim vierten Weg beschreibst du die Idee, gibst ein Konzept frei und bekommst ein fertiges Produkt zurück. Melta zum Beispiel baut nach freigegebenem Konzept, der Bau dauert bis zu 24 Stunden, und das Ergebnis liegt zuerst in einer privaten Vorschau mit Demodaten und Testzugängen. Änderungen laufen danach per Chat statt als neuer Bauauftrag, der günstigste Plan kostet 100 USD im Monat. Wenn die Seite später Konten, Abos und Rechnungen tragen soll, ist dieser Übergang der eigentliche Punkt: SaaS bauen lassen: was dabei entsteht.
Was kostet der Betrieb nach dem Start?
Der Bau ist bei einer jungen Firma selten der grosse Posten. Was sich summiert, kommt danach: Domain, Hosting, ein Postfach unter eurer Adresse, Analytics, die Rechtstexte aktuell halten und jede Änderung, die jemand für euch macht. Wer Textänderungen einkauft, zahlt im zweiten Jahr mehr als im ersten, ohne dass die Seite dadurch besser geworden wäre.
Zwei Zahlen helfen bei der Entscheidung: was ein Monat Betrieb kostet und wie viele Änderungen ihr im Monat wirklich braucht. Zehn kleine Textänderungen im Monat sprechen für einen Weg, auf dem ihr selbst schreiben könnt. Zwei im Jahr sprechen dafür, die Technik ganz abzugeben. Wie sich die Posten aufteilen und woran du eine zu teure Offerte erkennst, rechnet Was kostet eine Website? Die Posten im Einzelnen durch.
Was die erste Website für Startups leisten muss
Fertig ist sie, wenn jemand nach einer Minute sagen kann, was ihr baut, für wen es gedacht ist und was der nächste Schritt wäre. Alles andere ist Ausbau und darf warten, bis ihr wisst, wer wirklich kauft. Plant die Seite so, dass ihr die Texte selbst ändern könnt, und schreibt den ersten Entwurf in der Sprache, in der ihr im Gespräch über euer Produkt redet. Welche Seitenart zu welchem Ziel passt und wann ein Shop, ein Portal oder ein Verzeichnis die bessere Antwort ist, ordnet Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst ein.
FAQ
Was muss auf die erste Seite?
Was ihr baut, für wen, wie es in Benutzung aussieht, was es kostet oder wie man den Preis erfährt, wer dahintersteckt und ein klarer nächster Schritt. Dazu Impressum und Datenschutz.
Reicht für ein Startup eine einzige Seite?
Meistens ja. Eine Seite trägt, solange eine Zielgruppe und ein Angebot im Mittelpunkt stehen. Getrennte Seiten lohnen sich, sobald ihr je Anwendungsfall eigene Texte schreibt.
Wann braucht ein Startup eine eigene Landingpage?
Sobald ihr bezahlte Anzeigen schaltet oder eine Kampagne startet. Die Kampagnenseite zeigt genau das Angebot aus der Anzeige und lässt alles weg, was davon ablenkt.
Wer pflegt die Seite nach dem Start?
Legt das fest, bevor gebaut wird. Entweder ändert jemand im Team die Texte selbst, oder ihr habt jemanden, der auf Zuruf ändert, und wisst, was das im Monat bedeutet.
Themen: Startups, Website planen, Gründen, Onepager
Quellen
Weiterlesen
Beschreib dein Produkt - den Rest übernimmt Melta.
Ein Konzept kostet nur wenige Credits. Gebaut, online gestellt und betrieben wird es, sobald du es freigibst.
Frühzugang sichern