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Website für Restaurant: was drauf muss und was Gäste suchen
Eine Website für Restaurant und Café beantwortet vier Fragen in Sekunden: was es zu essen gibt, wann offen ist, wo der Laden steht und wie man einen Tisch bekommt. Welche Seitenart zu deinem Betrieb passt, ordnet [Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst](/blog/arten-von-websites) ein.
Der Haken zuerst: die Karte ist das Produkt
Wer dein Lokal im Netz sucht, will vier Dinge wissen: was es zu essen gibt, wann offen ist, wo du bist und ob noch ein Tisch frei ist. Viele Seiten beantworten das erst nach dem dritten Klick. Vorne steht ein grosses Bild mit einem Satz über Leidenschaft, die Karte liegt zwei Ebenen tiefer als PDF.
Der Aufbau ist schnell gebaut. Arbeit frisst das, was sich ständig ändert. Die Tageskarte wechselt, den Fisch gibt es nur donnerstags, im Sommer sind zwei Wochen Betriebsferien, am Samstag sitzt eine geschlossene Gesellschaft im Nebenraum. Jede dieser Änderungen muss irgendwohin. Landet sie in einem fremden Postfach und wartet dort, steht im Netz eine Karte, die es so nicht mehr gibt. Dann klingelt das Telefon mitten im Service, und jemand liest am Pass die Preise vom letzten Winter vor.
Was gehört auf eine Website für ein Restaurant?
Jeder Abschnitt beantwortet eine Frage, die der Gast ohnehin stellt, bevor er kommt. Beantworten zwei Abschnitte dieselbe Frage, streichst du einen.
| Abschnitt | Frage, die er beantwortet |
|---|---|
| Startseite | Was für ein Laden ist das, und passt er zu meinem Abend? |
| Speisekarte | Was gibt es, was kostet es, ist etwas für mich dabei? |
| Öffnungszeiten und Ruhetag | Kann ich heute kommen, und bis wann? |
| Anfahrt und Parken | Wie komme ich hin, wo stelle ich das Auto ab? |
| Reservierung | Wie bekomme ich einen Tisch, und wann weiss ich, dass er steht? |
| Mittagstisch oder Tageskarte | Was gibt es heute? |
| Gruppen und Feiern | Nehmt ihr geschlossene Gesellschaften, und ab wie vielen Leuten? |
| Impressum und Datenschutz | Wer betreibt die Seite, was passiert mit meinen Daten? |
Nicht drauf müssen: Musik beim Laden, ein Bilderkarussell mit Tellern aus einer Fotodatenbank, ein Blog ohne Leser und ein Fenster, das nach der Mailadresse fragt, bevor jemand die Karte gesehen hat.
Eine Zeile lassen fast alle weg, obwohl sie Anrufe spart: der Hinweis, wie lange die Küche abends noch kocht.
Speisekarte auf der Website: PDF oder echte Seite?
Die Karte als PDF hochzuladen ist der schnellste Weg und der schlechteste. Auf dem Handy wird gezoomt und geschoben, Suchmaschinen lesen den Inhalt schlecht, und wer eine Unverträglichkeit hat, sucht sich durch eine Grafik.
| Karte als PDF | Karte als Seite |
|---|---|
| Sieht aus wie gedruckt | Passt sich der Bildschirmbreite an |
| Zum Ändern braucht es das Layoutprogramm | Zum Ändern braucht es den Text |
| Steht selten im Suchergebnis | Gerichte tauchen in der Suche auf |
| Allergene stehen im Kleingedruckten | Hinweise stehen am Gericht |
| Lässt sich ausdrucken und aushängen | Lässt sich vorlesen und durchsuchen |
Der Kompromiss, der im Betrieb hält: die Karte als Text auf der Seite, mit dem Datum der letzten Änderung, und das Druck-PDF daneben für alle, die es am Eingang aushängen wollen. Preise gehören dazu. Eine Karte ohne Preise sortiert dich bei manchen Gästen aus, bevor sie dich kennen.
Wie erstelle ich eine Website für mein Restaurant?
Es gibt vier Wege. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer die Arbeit macht, wenn sich die Karte ändert.
Selber bauen mit einem Baukasten. Du klickst das Layout zusammen und tippst die Inhalte ein. Das sitzt am Anfang schnell, und du bleibst bei jeder Änderung selbst zuständig, meistens nach dem Service um elf Uhr abends.
Eine Vorlage anpassen. Das Aussehen steht, die Arbeit beginnt beim Austauschen von Bildern und Texten. Wie viel dir das erspart, hängt davon ab, wie nah der Betrieb aus der Vorlage an deinem liegt.
Eine Agentur beauftragen. Du bekommst eine Seite, die zu dir passt, und du zahlst die Stunden. Der Haken kommt später: jede Änderung an der Tageskarte ist eine Anfrage, und die Antwort kommt, wenn dort gerade Zeit ist.
Beschreiben und bauen lassen. Bei Melta schilderst du den Betrieb in eigenen Worten und gibst Dateien wie die Speisekarte mit. Daraus entsteht ein Konzept, nach deiner Freigabe bauen KI-Agenten das Produkt, und der Bau dauert bis zu 24 Stunden. Das Ergebnis liegt zuerst in einer privaten Vorschau mit Demodaten, Änderungen laufen danach per Chat. Für Lokale gibt es dazu eine Übersicht für Gastronomie-Betriebe.
Was taugen fertige Vorlagen für Restaurants?
Eine Vorlage nimmt dir das Aussehen ab, nicht den Inhalt. Die schönen Teller darin sind nicht deine, die Zeiten sind erfunden, und der Block für den Mittagstisch fehlt fast immer, weil ihn vor allem Betriebe im deutschsprachigen Raum brauchen.
Zwei Dinge prüfst du, bevor du dich für eine entscheidest. Erstens, wie die Karte gepflegt wird: als Text im Verwaltungsbereich oder als hochgeladene Datei. Zweitens, was mit der Seite passiert, wenn die Vorlage ein Jahr lang kein Update mehr bekommt.
Viele Lokale kommen mit einer einzigen Seite aus, auf der alles untereinander steht. Wann das trägt und wann es kippt, erklärt Was ist ein Onepager? Aufbau, Beispiel und Grenzen.
Design, Bilder und die Ansicht auf dem Handy
Deine Seite wird an der Bushaltestelle gelesen, im Gehen, bei Sonne auf dem Display. Ein dunkles Foto mit dünner heller Schrift darüber sieht am grossen Bildschirm gut aus und ist draussen unlesbar. Also grosse Schrift, ruhiger Hintergrund, Telefonnummer als Knopf, der wählt.
Bilder machen den Unterschied, aber nur die eigenen. Ein Gast erkennt das Foto aus der Datenbank, und er erkennt auch den Gastraum, der auf dem Bild leerer und heller ist als in echt. Lieber wenige echte Aufnahmen: der volle Raum am Abend, zwei Gerichte, die Leute wirklich bestellen, das Team hinter dem Tresen.
Lade die Bilder nicht in voller Grösse hoch. Wer im Mobilfunknetz auf die Startseite wartet, geht zurück zur Suche und landet beim Lokal in der Nebenstrasse.
Gehören Bewertungen auf die eigene Seite?
Bewertungen entstehen auf Portalen, und dort liest sie der Gast auch. Auf deiner Seite wirken sie nur, wenn sie echt sind: Vorname, Monat, ein Satz, der nach einem Menschen klingt. Erfundene Stimmen erkennt jeder, der zwei davon gelesen hat.
Ein Link zum Portal ist ehrlicher als eine Reihe Sterne ohne Quelle. Und die Antwort auf eine schlechte Bewertung schreibst du dort, wo sie steht, nicht auf der eigenen Seite.
Reservierung: Formular, Telefon oder Buchungssystem
Am Telefon vergibst du Tische, während der Service läuft. Ein Formular verschiebt das in den Posteingang. Der Gast schickt eine Anfrage und weiss nicht, ob der Tisch steht, bis jemand antwortet. Für ein kleines Lokal mit ruhigen Mittagen reicht das.
Sobald abends alle Tische vergeben sind, brauchst du eine echte Belegung. Die Fälle daneben fressen die Zeit: zwei Anfragen für dieselbe Stunde, die Absage zwanzig Minuten vorher, die Bestätigungsmail im Spam, die Gruppe, die zu sechst reserviert und zu neunt kommt.
Für eine Aktion, die du bewirbst, etwa den Brunch am Muttertag, lohnt sich eine eigene Seite mit genau einem Ziel statt eines Absatzes auf der Startseite. Wie so eine Seite aufgebaut ist, zeigt Was ist eine Landingpage? Definition, Aufbau, Beispiel.
Womit du bei der Website für dein Restaurant anfängst
Bevor irgendjemand etwas baut, sammelst du das Material: die Karte als Text, die Zeiten samt Ruhetag und Betriebsferien, die Adresse mit Hinweis zum Parken, eine Handvoll eigener Fotos, die Betreiberdaten für Impressum und Datenschutz. Diese Sammlung nimmt dir niemand ab, und sie entscheidet, ob die Seite in einer Woche steht oder in drei Monaten.
Danach kommt die Frage nach der Form, und die ist kleiner, als sie wirkt. Welche Art von Seite zu deinem Betrieb passt, vergleicht Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst.
FAQ
Was gehört mindestens auf eine Website für ein Restaurant?
Karte mit Preisen, Öffnungszeiten samt Ruhetag, Adresse mit Anfahrt, ein Weg zur Reservierung und die Rechtsseiten. Alles andere kommt danach.
Wie erstelle ich eine Website für mein Restaurant selbst?
Du sammelst zuerst die Inhalte: Karte als Text, eigene Fotos, Zeiten, Adresse, Betreiberdaten. Danach entscheidest du, ob du sie in einen Baukasten tippst, eine Vorlage anpasst oder den Bau abgibst.
Reicht ein Onepager für ein Lokal?
Für ein Lokal mit einer Karte und festen Zeiten trägt eine einzige Seite meistens. Sobald Mittagstisch, Events und Catering dazukommen, willst du eigene Adressen, auf die du verlinken kannst.
Soll die Speisekarte als PDF auf die Seite?
Zusätzlich ja, allein nein. Ein PDF zwingt Gäste am Handy zum Zoomen und ist für Suchmaschinen schwer zu lesen, deshalb gehört die Karte auch als Text auf die Seite.
Brauche ich ein Reservierungssystem?
Wenn du Tische vergibst und abends niemand ans Telefon geht, ja. Ein Formular trägt, solange jemand die Anfragen zeitnah beantwortet und die Belegung im Kopf hat.
Themen: Website für Restaurant, Gastronomie, Speisekarte, Reservierung, Website erstellen
Quellen
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