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Website für Coaches: was drauf muss und was Vertrauen schafft
Eine Website für Coaches ist keine Visitenkarte, sondern die Seite, auf der fremde Menschen entscheiden, ob sie dir ein Erstgespräch zutrauen. Welche Seitenart zu deinem Ziel passt, ordnet [Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst](/blog/arten-von-websites) ein.
Der Haken zuerst: du verkaufst ein Gespräch, kein Produkt
Ein Shop zeigt Ware, ein Restaurant zeigt die Karte. Bei dir gibt es nichts zu zeigen ausser dir selbst und dem, was sich nach ein paar Monaten im Leben deiner Kundin verändert hat. Daran scheitern die meisten Seiten. Sie beschreiben eine Methode, während der Besucher ein Problem hat.
Die Seite selbst ist schnell beschrieben. Ein Satz, wen du coachst und wobei, ein Bild von dir, ein Weg zum Erstgespräch. Was Zeit frisst, liegt daneben. Du musst erklären, wie eine Sitzung abläuft, ohne in Fachsprache zu rutschen. Du musst sagen, wo dein Angebot aufhört, wenn jemand mit einer Belastung kommt, die in andere Hände gehört. Und du hast am Anfang kaum Stimmen von Kundinnen, weil die wenigsten öffentlich schreiben wollen, dass sie ein Coaching gebraucht haben.
Der dritte Punkt zeigt sich nach einem halben Jahr. Aus dem Einzelcoaching wird ein Gruppenprogramm, der Preis verschiebt sich, aus dem Coach für Selbstständige wird der Coach für Teamleiterinnen im ersten Jahr. Wenn jede dieser Änderungen in einem fremden Postfach landet und dort wartet, steht im Netz eine Version deines Angebots, die es so nicht mehr gibt.
Was gehört auf eine Website für Coaches?
Jeder Abschnitt beantwortet eine Frage, die jemand ohnehin stellt, bevor er dich anschreibt. Sobald zwei Abschnitte dieselbe Frage beantworten, streichst du einen.
| Abschnitt | Frage, die er beantwortet |
|---|---|
| Startseite | Wen coachst du, und wobei genau? |
| Angebot und Ablauf | Wie läuft das ab, wie viele Sitzungen, in welchem Takt? |
| Über dich | Wer bist du, was hast du gelernt, warum ausgerechnet du? |
| Preis oder Preisrahmen | Was zahle ich, und wenn es offen bleibt: wie erfahre ich es? |
| Stimmen und Ergebnisse | Hat das bei jemandem gewirkt, der war wie ich? |
| Erstgespräch | Wie komme ich an einen Termin, und wann kommt die Antwort? |
| Impressum und Datenschutz | Wer betreibt die Seite, und was passiert mit meinen Daten? |
Nicht drauf müssen ein Zitatkarussell mit Sinnsprüchen, eine Liste aller Ausbildungen in Langform, ein Blog ohne Leser und ein Fenster, das beim ersten Scrollen nach der Mailadresse fragt.
Eine Sache lassen viele weg, obwohl sie Arbeit spart: die Grenze deines Angebots. Schreib hin, womit du arbeitest und womit nicht. Das erspart dir Gespräche, die du ohnehin weitergeben würdest, und es beruhigt die Leserin, die sich fragt, ob sie bei dir richtig ist.
Onepager oder mehrere Seiten: was passt zu dir?
Ein Angebot, eine Zielgruppe, ein Weg zum Termin: dann trägt eine einzige Seite das Ganze. Alles steht untereinander, der Besucher scrollt, unten wartet die Terminanfrage. Wo dieses Format an seine Grenze stösst, steht in Was ist ein Onepager? Aufbau, Beispiel und Grenzen.
Sobald zwei getrennte Angebote nebeneinander stehen, etwa Einzelcoaching für Führungskräfte und ein Gruppenprogramm für Berufseinsteiger, teilt sich die Seite. Beide Gruppen suchen anders, fragen anders und brauchen andere Beispiele. Zwei Angebotsseiten unter einer Startseite sind dann ehrlicher als ein Text, der es beiden recht machen will.
Ein dritter Fall kommt dazu, wenn du einen Kurs startest und dafür Anzeigen schaltest. Dann brauchst du eine Seite ohne Ausgang, die genau eine Anmeldung einsammelt. Wie die aufgebaut ist, steht in Was ist eine Landingpage? Definition, Aufbau, Beispiel. Welche weiteren Seitenarten es gibt und welche zu welchem Ziel passt, zeigt die Übersicht über die Arten von Websites.
Wie kommen Anfragen rein, ohne Mailpingpong?
Es gibt zwei Wege, und sie fühlen sich für den Besucher sehr verschieden an. Ein Formular sammelt eine Nachricht ein, danach schreibt ihr hin und her, bis ein Termin steht. Ein Kalender zeigt freie Zeiten, der Besucher wählt eine und bekommt die Bestätigung sofort.
Der Kalender gewinnt fast immer, weil er die Entscheidung im Moment des Interesses festhält. Er verlangt aber, dass daneben ein paar Fälle sauber laufen: dein privater Kalender muss gesperrt sein, zwei Leute dürfen nicht dieselbe Stunde buchen, die Bestätigung darf nicht im Spam landen, und wer absagt, braucht einen Weg ohne Anruf. Was ein solches System abdecken muss, steht unter Buchungssystem für Termine und Absagen.
Wenn du lieber vorher sortierst, nimm ein kurzes Formular mit zwei oder drei Pflichtfeldern: Anliegen, Zeitfenster, Dringlichkeit. Mehr Felder bedeuten weniger Anfragen, und was du dir dort sparst, fragst du im Gespräch.
Was kostet eine Website für Coaches auf Dauer?
Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, wer die Seite pflegt. Der Bau ist der kleinere Posten. Was danach jedes Jahr wiederkommt, steht selten im Angebot.
| Posten | Wie oft er wiederkommt | Wer ihn übernimmt |
|---|---|---|
| Domain | jährlich | du, beim Anbieter |
| Hosting und Wartung | laufend | Anbieter oder Dienstleister |
| Texte und Fotos | zum Start, dann bei jedem neuen Angebot | du oder jemand, den du bezahlst |
| Änderungen an Preis und Zielgruppe | mehrmals im Jahr | wer Zugang zur Seite hat |
| Impressum und Datenschutz aktuell halten | wenn sich Daten oder Werkzeuge ändern | du, mit Beratung wenn nötig |
Die Zeile, die im zweiten Jahr weh tut, ist die vierte. Wer jede Textänderung einkaufen muss, wartet auf Termine und lässt die Seite lieber stehen, wie sie ist. Prüf also vor dem Bau, wie eine Änderung bei deinem Anbieter abläuft und wie lange sie dauert.
Womit du bei deiner Website für Coaches anfängst
Schreib zuerst einen einzigen Satz auf Papier: wem du wobei hilfst und was danach anders ist. Dieser Satz steht später oben auf der Startseite, und er entscheidet über jeden weiteren Abschnitt.
Danach legst du den Weg zum Termin fest, denn er bestimmt den Aufbau der ganzen Seite. Erst dann kommen Fotos, Texte und der Rest. Wenn dieser eine Satz steht, ist die Website für Coaches vor allem Fleissarbeit.
FAQ
Braucht ein Coach eine eigene Website, wenn Instagram läuft?
Ja, weil dir das Profil nicht gehört und du dort weder über den Aufbau noch über die Auffindbarkeit bestimmst. Wer über dich liest und danach sucht, landet sonst nirgends, wo Preis, Ablauf und Grenzen deines Angebots stehen.
Was gehört auf die Startseite einer Website für Coaches?
Ein Satz, wen du coachst und wobei, ein aktuelles Foto von dir, der Ablauf in wenigen Zeilen und der Weg zum Erstgespräch. Alles andere darf weiter unten oder auf einer eigenen Seite stehen.
Soll ich meine Preise auf der Website für Coaches nennen?
Nenn mindestens eine Spanne oder einen Startwert. Wer über Geld nichts sagt, führt Gespräche mit Leuten, die nie buchen, und verliert die, die sich nicht zu fragen trauen.
Reicht ein Onepager für Coaches?
Für ein Angebot und eine Zielgruppe reicht er. Sobald du zwei Programme für verschiedene Gruppen anbietest oder zu mehreren Suchbegriffen gefunden werden willst, brauchst du eine eigene Seite je Angebot.
Themen: Website für Coaches, Coaching, Website planen, Terminbuchung
Quellen
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