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Shop-Alternative: was der Wechsel wirklich kostet
Eine Shop-Alternative suchst du selten wegen der Software, sondern weil die Gebühren je Verkauf drücken, die Pflege liegen bleibt oder die Rechtsseiten fehlen. Was vor dem Wechsel zu klären ist und was danach jeden Monat anfällt, ordnet der [Vergleich der Homepage-Baukästen nach dem Start](/blog/homepage-baukasten-vergleich) ein.
Der Haken zuerst: der Umzug ist der kleinere Teil
Produkte exportieren, Bilder neu hochladen, Preise prüfen, Domain umhängen. Das ist ein Wochenende, wenn der Katalog klein ist, und zwei Wochen, wenn jede Variante ihre eigene Grösse und ihr eigenes Foto hat.
Die Arbeit kommt danach. Bestellungen, die halb bezahlt hängen bleiben. Eine Retoure, die im Lager ankommt, bevor die Gutschrift draussen ist. Ein Artikel, der ausverkauft ist und trotzdem im Newsletter steht. Dazu die Updates, die niemand bestellt hat und die trotzdem jemand einspielen muss.
Die erste Frage beim Wechsel ist deshalb nicht, welches System du nimmst. Sie lautet: Wer fasst den Shop in einem Jahr noch an, und kommt diese Person ohne dich an Bestellungen, Texte und Preise heran? Wer darauf keine Antwort hat, sucht in achtzehn Monaten die nächste Lösung.
Was kostet eine Shop-Alternative wirklich?
Der Preis steht selten an einer Stelle. Er verteilt sich auf vier Blöcke, und drei davon zeigen sich erst nach dem Start. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn du alle vier für deinen echten Umsatz nebeneinander legst.
| Kostenblock | Wann er anfällt | Was du vorher fragst |
|---|---|---|
| Bau oder Einrichtung | einmal am Anfang | Wer macht die Arbeit, und was passiert, wenn das Ergebnis beim ersten Mal nicht passt? |
| Gebühr für das System | jeden Monat | Hängt sie an der Zahl der Produkte, der Nutzer oder am Umsatz? |
| Abgaben je Verkauf | bei jedem Kauf | Wie hoch ist der Prozentsatz, kommt ein Fixbetrag je Zahlung dazu, und wer zieht ihn ein? |
| Änderungen und Pflege | das ganze Jahr | Machst du es selbst, und was kostet eine Stunde, wenn nicht? |
Wer nur den ersten Block vergleicht, vergleicht den kleinsten. Im zweiten Jahr entscheidet fast immer die letzte Zeile, weil dort jede kleine Änderung landet. Woraus sich der Gesamtpreis einer Seite über die Jahre zusammensetzt, rechnet Was kostet eine Website: Bau, Betrieb und Pflege durch.
Was kostet eine Shop-Alternative ohne Monatsgebühr?
Ohne Monatsgebühr heisst nicht ohne Rechnung. Die Domain läuft weiter, der Zahlungsanbieter nimmt seinen Anteil je Kauf, der Server will bezahlt werden, und die Sicherheitsupdates kommen weiter, ob du Zeit hast oder nicht.
Bei einem System zum Selberbetreiben zahlst du den Rest mit deiner Zeit. Das rechnet sich, solange du die Technik ohnehin kannst und Freude daran hast. Es kippt an dem Samstag, an dem der Checkout nach einem Update nicht mehr durchläuft und niemand erreichbar ist.
Drei Fragen trennen ein ehrliches Angebot von einem, das die Kosten nur verschiebt. Wer spielt Sicherheitsupdates ein, und wie oft? Was passiert, wenn eine Zahlung ankommt, die Bestellung aber nicht? Und wen rufst du am Wochenende an, wenn beides zusammenfällt?
Drei Wege zur Shop-Alternative im Vergleich
| Weg | Wer baut | Wer hält ihn am Laufen | Woran er scheitert |
|---|---|---|---|
| Mietsystem zum Selberklicken | du, im Raster des Anbieters | du | Der Sonderfall deiner Branche passt nicht ins Raster |
| Offener Code auf eigenem Server | du oder eine Entwicklerin | du und dein Hoster | Updates, Backups und Sicherheitslücken bleiben an dir hängen |
| Bauen und betreiben lassen | der Anbieter | der Anbieter | Du bestellst Änderungen, statt sie selbst zu klicken |
Die Wege unterscheiden sich weniger im Aussehen des Shops als darin, wer nach dem Start die Arbeit hat. Keiner von ihnen ist für alle richtig. Ein Laden mit zwölf Artikeln und zwei Bestellungen am Tag braucht etwas anderes als eine Marke mit Abos, Gutscheinen und drei Lagern. Welcher Weg zu welchem Vorhaben passt und was im zweiten Jahr Arbeit macht, ordnet der Vergleich der Homepage-Baukästen nach dem Start ein.
Bauen lassen statt selber klicken: wie das abläuft
Melta arbeitet den dritten Weg so ab: Du beschreibst deine Idee in eigenen Worten, auf Wunsch mit Preisliste, Sortimentsliste oder Fotos. Daraus entsteht ein Konzept in zwei Teilen, eine Kundensicht ohne Technik und ein Bauplan.
Du gibst frei oder lässt das Konzept überarbeiten. Danach bauen KI-Agenten, und der Bau dauert bis zu 24 Stunden. Das Ergebnis liegt zuerst in einer privaten Vorschau mit Demodaten und Testzugängen, damit du eine Testbestellung durchklicken kannst, bevor jemand echtes Geld schickt. Go-live schaltet den Shop unter deiner eigenen Adresse frei.
Änderungen laufen danach per Chat, ohne zweiten Bauauftrag. Ein Lauf, der scheitert, kostet nichts. Für den Vergleich heisst das: Der Aufwand verschiebt sich vom Klicken zum Beschreiben. Du musst wissen, was dein Shop können soll, und das genau genug sagen.
Was so ein Shop im Monat kostet
| Plan | Preis im Monat | Umsatzbeteiligung | Kartenabwicklung |
|---|---|---|---|
| Starter | 100 USD | 5 Prozent | 4,9 Prozent plus 0,30 USD je Zahlung |
| Growth | 300 USD | 3 Prozent | 4,4 Prozent plus 0,30 USD je Zahlung |
| Scale | 900 USD | 1 Prozent | 3,9 Prozent plus 0,30 USD je Zahlung |
Die Zahlen stammen von der Preisseite, Stand September 2026. Einen Gratis-Tarif gibt es dort nicht, der günstigste Plan kostet 100 USD im Monat. Dazu kommen die Betriebskosten des Produkts, also Hosting, Datenbank, Speicher, Mail, Analytics und Logs, einmal im Monat zum Selbstkostenpreis.
Wichtig für die Rechnung im Laden: Anteil und Kartenabwicklung werden direkt von jeder Zahlung abgezogen und nie separat in Rechnung gestellt, die Auszahlungen gehen auf dein Bankkonto. Im Checkout steht dein Produkt als Händler. Was so ein Shop mitbringt, steht auf der Seite Shop mit Checkout, Kundenkonten und Belegen.
Rechne beide Seiten durch, bevor du wechselst: einen Monat mit wenig Umsatz, in dem die feste Gebühr schwer wiegt, und einen starken Monat, in dem die Prozente zählen.
Schweiz, Deutschland, Österreich: was der Standort ändert
Ein Shop verkauft in einen Rechtsraum hinein, nicht in ein Rechenzentrum. Für Käuferinnen in Deutschland und Österreich brauchst du Impressum, Datenschutzerklärung, AGB, Widerrufsbelehrung und Preise mit Steuerangabe. In der Schweiz gelten andere Pflichten, und wer über die Grenze liefert, hat beide Seiten am Hals.
Frag beim Anbieter drei Dinge ab. Wo liegen die Daten deiner Kundinnen, und bekommst du dazu einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung? Welche Zahlarten sind eingebaut, und fehlt die eine, ohne die deine Stammkundschaft nicht bestellt? In welcher Sprache und zu welchen Zeiten antwortet der Support, wenn am Dienstagmorgen eine Bestellung klemmt?
Ein Anbieter mit Sitz in Europa löst die Rechtsfragen nicht von allein. Er macht die Antworten nur kürzer, weil Vertrag, Rechnung und Support in derselben Zeitzone liegen.
Offener Code und Export: was dir nach dem Wechsel gehört
Offener Quellcode heisst, dass du den Code lesen und weitergeben darfst. Er heisst nicht, dass die Arbeit verschwindet. Jemand installiert, aktualisiert und repariert weiterhin, und dieser Jemand bist entweder du oder eine Person, die du bezahlst.
Für den Vergleich zählt weniger die Lizenz als die Ausgänge. Bekommst du den Quellcode in ein eigenes Repository, etwa auf GitHub? Läuft die Domain auf deinen Namen? Lassen sich Produkte, Bestellungen und Kundendaten in einem Format herunterladen, das ein anderes System auch lesen kann?
Teste den Export einmal, solange du zufrieden bist. Ein Export, den du zum ersten Mal im Streitfall brauchst, ist keine Rückversicherung, sondern eine Hoffnung.
Was kann KI beim Aufbau eines Shops übernehmen?
KI ist gut in dem, was sich beschreiben lässt: Struktur, Seitentexte, Produktbeschreibungen in gleicher Tonlage, das Code-Gerüst für Katalog, Warenkorb und Konto. Damit fällt der Teil weg, der früher Wochen gedauert hat und am Ende doch nach Vorlage aussah.
Nicht abnehmen kann sie die Entscheidungen. Welche Artikel du führst, was Versand kostet, ab welchem Bestellwert du den Versand übernimmst, welcher Steuersatz auf welches Produkt gehört, wie du mit einer Retoure nach vier Wochen umgehst. Diese Angaben muss jemand kennen, der dein Geschäft kennt.
Und ein Punkt bleibt Handarbeit, egal wie gut gebaut wurde: die erste echte Bestellung mit echter Karte, echter Adresse und echtem Beleg. Klick sie selbst durch, bevor du die Seite bewirbst.
Dropshipping und Marktplatz: zwei Fälle mit Haken
Beim Dropshipping liegt die Ware bei einem Lieferanten, oft weit weg. Das entscheidet über Lieferzeit, Zoll und Rücksendeadresse, und all das gehört sichtbar auf die Produktseite, nicht ins Kleingedruckte. Kläre vor dem Wechsel, ob Bestellungen automatisch beim Lieferanten landen oder ob jemand sie täglich von Hand überträgt.
Ein Marktplatz ist ein anderer Bau. Geld einzunehmen ist das Einfache. Es an fremde Verkäufer weiterzuverteilen, verlangt Identitätsprüfung, Auszahlungen und eine saubere Abrechnung je Verkäufer. Frag genau diesen Punkt ab, bevor du dich entscheidest, denn viele Systeme hören beim Einnehmen auf.
Wie du die passende Shop-Alternative auswählst
Nimm dir eine Stunde und schreib fünf Antworten auf, bevor du irgendwo ein Konto eröffnest.
Wer pflegt den Shop in zwei Jahren, und kennt diese Person heute schon die Zugänge? Was zahlst du bei deinem echten Umsatz im Monat, fest und je Verkauf zusammengerechnet? Welcher Sonderfall deines Geschäfts passt in kein Standardraster, Termine, Abos, Gutscheine oder Beratung vor dem Kauf? Wie kommst du wieder heraus, mit Domain, Daten und Code? Und wer antwortet, wenn am Samstag eine Zahlung ankommt, die Bestellung aber nicht?
Die Antworten entscheiden schneller als jede Funktionsliste. Eine Shop-Alternative, die in vier von fünf Punkten passt und im fünften einen klaren Weg hat, trägt länger als die Seite mit den meisten Häkchen.
FAQ
Was ist die beste Shop-Alternative für einen kleinen Laden?
Die, die jemand pflegt. Bei kleinem Sortiment zählt der monatliche Aufwand mehr als der Funktionsumfang, den du in den ersten Wochen ohnehin nicht ausreizt.
Lohnt sich der Wechsel bei wenig Umsatz?
Bei wenig Umsatz drückt die feste Monatsgebühr, bei viel Umsatz drücken die Prozente je Verkauf. Rechne beide Fälle mit deinen eigenen Zahlen durch, bevor du umziehst.
Was passiert mit Domain und Kundendaten?
Die Domain sollte auf deinen Namen laufen, nicht auf den des Anbieters oder einer Agentur. Lade Produkte, Bestellungen und Kundendaten einmal testweise herunter, solange alles läuft.
Wie lange dauert ein Umzug?
Der technische Teil ist oft an einem Wochenende erledigt. Zeit kosten die Fälle daneben, also laufende Abos, offene Bestellungen und Links, die von aussen auf alte Adressen zeigen.
Brauche ich einen eigenen Server?
Nur beim Weg mit offenem Code auf eigener Infrastruktur. Dann gehören Updates, Backups und Erreichbarkeit dir, mit allem, was daran hängt.
Themen: Onlineshop, Shop-Alternative, Kosten, Vergleich, Wechsel
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