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Website für Handwerker: was drauf muss und was nicht

Eine Website für Handwerker hat eine Aufgabe: Aus jemandem mit einem undichten Dach soll ein Anruf werden. Dafür reichen wenige Seiten mit Fotos echter Arbeit, dem Einsatzgebiet und einer Nummer, die am Handy wählt. Welche Seitenarten es daneben gibt, ordnet [Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst](/blog/arten-von-websites) ein.

· Von Melta

Website für Handwerker: der Haken zuerst

Der Auftrag kommt selten von der Website. Er kommt über eine Empfehlung, über das Schild am Auto, über den Anruf einer Hausverwaltung. Trotzdem schaut fast jeder vorher nach, wen er da gleich in die Wohnung lässt. Die Seite entscheidet seltener darüber, ob dich jemand findet, als darüber, ob er sich traut anzurufen.

Der Haken steckt nicht in der Technik. Er steckt im Material. Fotos fertiger Arbeiten, das Einsatzgebiet, die Leistungen in den Worten der Kundschaft, eine Telefonnummer, die am Handy ein Anruf wird und keine Zahlenreihe zum Abtippen. Wer das hat, hat die Website fast fertig. Wer es nicht hat, bekommt eine hübsche Seite mit gekauften Symbolbildern, und die sieht aus wie die vom Betrieb im Nachbarort.

Der zweite Haken liegt hinter dem Start. Eine Website für Handwerker altert leise. Der Notdienst hat eine neue Nummer, der Kollege auf dem Teamfoto ist längst weg, die Aktion für Photovoltaik lief im Frühjahr aus. Eine veraltete Angabe kostet mehr Vertrauen, als eine schlichte Seite je kosten würde.

Welche Seiten braucht ein Handwerksbetrieb wirklich?

Vier Seiten tragen die meisten Betriebe. Mehr schadet nicht, wird aber selten gepflegt, und eine ungepflegte Seite fällt schneller auf als eine fehlende.

Seite Welche Frage sie beantwortet Woran es meistens klemmt
Startseite Wer bist du, was machst du, wo arbeitest du will alles auf einmal sagen und sagt nichts
Leistungen Machst du genau die Arbeit, die gerade ansteht Fachwort statt Kundenwort: Abdichtung statt undichtes Dach
Arbeiten und Referenzen Kannst du das auch in echt Symbolbilder aus der Bilddatenbank statt eigener Fotos
Kontakt mit Pflichtangaben Wo erreicht man dich, mit wem hat man es zu tun Formular ohne Telefonnummer

Jede weitere Seite braucht einen Anlass: ein Shop für Ersatzteile, ein Kundenportal für Hausverwaltungen, eine eigene Seite je Ort. Welche Seitenart zu welchem Ziel passt, ordnet Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst ein.

Website für Handwerker erstellen oder erstellen lassen?

Selbst erstellen heisst: Du suchst ein Werkzeug, richtest eine Vorlage ein, schreibst die Texte, lädst die Fotos hoch. Das geht an zwei Abenden, wenn das Material beisammen liegt. Erstellen lassen heisst: Jemand baut, und du lieferst Inhalte und Freigaben. Der Unterschied zeigt sich nicht beim Bau, sondern im Winter darauf, wenn die Preisliste nicht mehr stimmt.

Weg Was du selbst lieferst Woran es meistens scheitert
Selbst erstellen Texte, Fotos, Pflichtangaben und jede spätere Änderung die Pflege bleibt liegen, sobald die Auftragslage anzieht
Bauen lassen und selbst übernehmen Inhalte, Freigaben, danach die Pflege nach der Übergabe traut sich niemand im Betrieb an die Seite
Bauen und betreiben lassen Inhalte, Freigaben, Änderungswünsche trägt nur, wenn Änderungen wirklich schnell durchgehen

Die ehrliche Entscheidungsfrage lautet deshalb nicht, wer schöner gestaltet. Sie lautet: Wer ändert im Juli die Notdienstnummer, während du auf dem Dach stehst.

Wie finden Kunden in Rottweil oder Hamburg deinen Betrieb?

Wer einen Handwerker finden will, sucht selten nach einem Firmennamen. Er tippt sein Problem und seinen Ort: Dachdecker Rottweil, Elektriker Hamburg Altona, Heizung Notdienst am Wochenende.

Zwei Dinge zahlen darauf ein. Das eine ist dein Eintrag bei Google mit Adresse, Zeiten, Fotos und Bewertungen. Die Google-Hilfe begründet das mit der Relevanz: Wer lückenlose und ausführliche Angaben zum Unternehmen hinterlegt, macht es der Suche leichter, den Eintrag den passenden Anfragen zuzuordnen.

Das andere ist die Website selbst. Der Ort gehört dorthin, wo er wirkt: in die Überschrift der Startseite, in den Text über den Betrieb, in eine Liste der Gemeinden, in denen du wirklich arbeitest. Ein Betrieb in Rottweil, der bis Villingen fährt, sollte beides irgendwo stehen haben, sonst rät die Suchmaschine.

Für eine einzelne Aktion, etwa den Heizungstausch im Herbst, lohnt eine eigene Seite neben der Website. Wann sich das rechnet und wie so eine Seite aufgebaut ist, steht in Was ist eine Landingpage? Definition, Aufbau, Beispiel.

Impressum, Datenschutz und Fotos von fremden Häusern

Ein Betriebsauftritt im Netz fällt unter die Informationspflichten. § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes verlangt Namen und Anschrift, bei einer GmbH zusätzlich die Rechtsform, und diese Angaben sind leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten. Übersetzt: ein Impressum, das von jeder Seite aus zu erreichen ist, nicht nur von der Startseite.

Dazu kommt die Datenschutzerklärung, sobald die Seite Daten verarbeitet, und das beginnt beim Kontaktformular. Und dann die Fotos. Auf einer Baustellenaufnahme sind Nachbarhäuser, Autokennzeichen und manchmal die Kundin selbst zu sehen. Frag den Bauherrn, bevor sein Dach deine Startseite schmückt.

Was nach dem Start Arbeit macht

Die Seite steht, und damit fängt der Teil an, den niemand einplant. Preise ändern sich, eine Leistung kommt dazu, eine Nummer fällt weg, und irgendwann steht ein Termin auf der Seite, den es nicht mehr gibt.

Zwei Wege halten das aus. Entweder jemand im Betrieb ändert Texte selbst, ohne einen Entwickler zu fragen. Oder die Änderung geht an jemanden, der sie am selben Tag erledigt. Melta etwa baut nach einem freigegebenen Konzept, nimmt spätere Änderungen per Chat entgegen und kennt dafür keinen zweiten Bauauftrag, und Impressum und Datenschutz entstehen aus den hinterlegten Betreiberdaten. Was davon für Betriebe im Handwerk zählt, steht auf Web-Produkte für Handwerksbetriebe.

Der Weg muss vorher feststehen, nicht an dem Abend, an dem die Nummer falsch ist.

Website für Handwerker: womit du anfängst

Fang nicht beim Werkzeug an, sondern bei einem Ordner auf dem Handy. Dort hinein kommen Fotos fertiger Arbeiten, gern vorher und nachher, dazu ein Bild von dir und deinen Leuten in Arbeitskleidung.

Daneben schreibst du auf, welche Aufträge du willst und welche nicht, in welchen Orten du sie annimmst, unter welcher Nummer du wirklich rangehst und wer antwortet, wenn du im Urlaub bist. Das ist der Inhalt einer Website für Handwerker. Alles andere ist Gestaltung, und Gestaltung geht schnell, sobald der Inhalt liegt.

Zum Schluss der Test, an dem die meisten Seiten scheitern: Ruf deine Seite auf dem Handy auf, das in der Hosentasche am Gerüst steckt. Wenn die Telefonnummer dort nicht mit einem Daumen erreichbar ist, hilft kein Satz darüber.

FAQ

Was kostet eine Website für Handwerker?

Das hängt weniger am Bau als an der Pflege. Wer jede spätere Änderung einzeln einkauft, zahlt im zweiten Jahr oft mehr als im ersten, auch wenn der Bau günstig war.

Reicht ein Eintrag bei Google statt einer eigenen Seite?

Für den ersten Anruf reicht er oft. Die Google-Hilfe nennt lückenlose Unternehmensangaben als Grund dafür, dass ein Eintrag den passenden Suchanfragen zugeordnet wird, und der Eintrag verweist auf deine Seite, wo Leistungen, Arbeiten und Pflichtangaben stehen.

Wie lange dauert es, eine Handwerkerseite zu erstellen?

Der Bau ist selten der Engpass. Was dauert, sind Fotos, Texte und die Freigabe im Betrieb, und daran hängt jeder Termin.

Was gehört auf die Kontaktseite?

Telefonnummer als anklickbarer Link, Adresse, Zeiten, zu denen wirklich jemand rangeht, und die Pflichtangaben. Ein Formular ersetzt die Nummer nicht, denn bei einem Wasserschaden tippt niemand ein Formular aus.

Themen: Website für Handwerker, Handwerk, Lokale Sichtbarkeit, Website erstellen lassen

Quellen

  1. Google Unternehmensprofil-Hilfe: warum vollständige Angaben über die Relevanz in der lokalen Suche entscheiden support.google.com
  2. § 5 Digitale-Dienste-Gesetz: welche Angaben ein Impressum enthalten muss gesetze-im-internet.de

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