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Website für Fotografen: was drauf muss und was sie kostet

Eine Website für Fotografen ist ein Portfolio mit Anfrageweg: wenige starke Arbeiten, eine klare Aussage, was du fotografierst und für wen, dazu Preisrahmen und Kontakt. Welche Seitenart zu deinem Ziel passt, ordnet [Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst](/blog/arten-von-websites) ein.

· Von Melta

Der Haken zuerst: das Bauen ist nicht das Problem

Die Bilder liegen bereit, die Auswahl steht, und trotzdem kommt die Seite nicht voran. Der Grund ist selten die Technik. Er steckt in der Auswahl und in der Reihenfolge: Welche Arbeiten zeigst du, welche lässt du weg, und was soll jemand tun, der sie gesehen hat?

Dazu kommt ein Punkt, den nur Bildberufe haben. Ein Portfolio braucht grosse Dateien, die trotzdem schnell laden, und eine Galerie, die auf dem Handy nicht auseinanderfällt. Das ist die eigentliche Arbeit hinter einer Fotografenseite, und sie fällt bei jedem neuen Auftrag wieder an.

Der dritte Punkt zeigt sich ein Jahr später. Eine Seite mit den Arbeiten vom vorletzten Sommer erzählt Interessenten, dass seither wenig passiert ist. Wer keine halbe Stunde im Monat für neue Bilder einplant, baut ein Archiv statt einer Anfragequelle.

Was gehört auf eine Website für Fotografen?

Sechs Abschnitte reichen für fast jede Website für Fotografen. Jeder beantwortet genau eine Frage. Sobald zwei Abschnitte dieselbe Frage beantworten, streichst du einen.

Abschnitt Frage, die er beantwortet
Startseite Was fotografierst du, für wen, in welcher Gegend?
Galerie je Auftragsart Sieht deine Arbeit so aus, wie ich sie brauche?
Über dich Wem vertraue ich einen halben Tag meines Lebens an?
Ablauf und Preisrahmen Was passiert nach der Anfrage, und womit muss ich rechnen?
Anfrage und Kontakt Wie erreiche ich dich, und wie schnell kommt eine Antwort?
Impressum und Datenschutz Wer betreibt die Seite, und was passiert mit meinen Daten?

Nicht drauf müssen das vollständige Archiv, ein Blog ohne Leser und eine Startseite, auf der ein Bild den ganzen Schirm füllt und die Besucherin raten lässt, was sie hier findet. Der Preisrahmen dagegen gehört hin, auch wenn er ungern geschrieben wird: Er sortiert die Anfragen, bevor sie deine Zeit kosten.

Wenn alles auf eine einzige Seite passt, prüfe vorher die Grenzen dieses Formats in Was ist ein Onepager? Aufbau, Beispiel und Grenzen.

Wie erstelle ich eine Website für Fotografen?

Es gibt vier Wege, und sie unterscheiden sich vor allem darin, wer die Arbeit nach dem Start macht.

Mit einem Homepage-Baukasten baust du selbst. Du wählst eine Vorlage, füllst Galerien, hängst ein Formular an und zahlst ein Abo. Solange dein Vorhaben in die Vorlage passt, geht das schnell. Sobald Kundengalerien mit Passwort, ein Kalender oder der Verkauf von Abzügen dazukommen, rüstest du über Zusatzdienste nach. Wie sich die Werkzeuge unterscheiden, steht im Vergleich der Homepage-Baukästen.

Ein Portfolio-Dienst für Bildberufe nimmt dir die Galerie ab und bindet dich an seine Oberfläche. Eine Freelancerin oder eine Agentur baut nach Briefing, und nach der Abnahme läuft jede Änderung über Stunden oder einen Wartungsvertrag. Der vierte Weg ist Bauen lassen mit Betrieb: Ein Dienst baut die Seite aus deiner Beschreibung und betreibt sie danach weiter.

Weg Was du selbst machst Was laufend anfällt
Homepage-Baukasten Aufbau, Texte, Bildaufbereitung, Pflege Abo, Zusatzdienste, deine Stunden
Portfolio-Dienst für Bildberufe Galerien füllen, Zugänge anlegen Abo je Speicherplatz, Bindung an eine Oberfläche
Freelancerin oder Agentur Briefing, Bildauswahl, Abnahme Stunden je Änderung oder Wartungsvertrag
Bauen lassen mit Betrieb Vorhaben beschreiben, Konzept prüfen Monatsplan, Änderungen per Chat

Ein Beispiel für den vierten Weg ist Melta. Du beschreibst dein Vorhaben, gibst ein Konzept frei, und der Bau dauert bis zu 24 Stunden. Das Ergebnis liegt zuerst in einer privaten Vorschau mit Demodaten und Testzugängen, Änderungen laufen danach per Chat.

Bilder, die schnell laden, und Galerien, die am Handy halten

Exportiere fürs Web und nicht fürs Labor. Eine Datei, die für den Druck gerechnet ist, bremst jede Galerie aus, und der Besucher sieht auf dem Handy als Erstes eine graue Fläche. Gib jedem Bild die Grösse, in der es wirklich angezeigt wird, und lade erst nach, was unterhalb des sichtbaren Bereichs liegt.

Die Reihenfolge entscheidet über den Rest. Die ersten Bilder einer Galerie entscheiden, ob jemand weiterscrollt. Setz deine stärkste Arbeit nach vorn, auch wenn sie nicht die neueste ist.

Jedes Bild braucht einen Alternativtext, der sagt, was darauf zu sehen ist. Dateinamen wie Hochzeit-Trauung-Kirche schlagen jede Nummer aus der Kamera, weil eine Suchmaschine aus dem Namen und dem Alternativtext liest, worum es geht. Ein Wasserzeichen ist eine Abwägung: Es schützt vor der schnellen Übernahme und stört den Blick auf die Arbeit. Entscheide es je Galerie, nicht für die ganze Seite.

Was kostet eine Website für Fotografen?

Die Rechnung hat fünf Posten, und nur einer davon steht im Angebot: Bau, Domain, Hosting, Pflege und Rechtstexte. Die Domain läuft auf deinen Namen und verlängert sich jährlich. Beim Hosting kommt die Rechnung so lange, wie die Seite steht, und bei vielen grossen Bilddateien ist Speicherplatz der Posten, der mitwächst.

Posten Wann er anfällt Was ihn bei Bildberufen treibt
Bau einmal vor dem Start Galerien je Auftragsart, Bildaufbereitung
Domain jedes Jahr Preis ab dem zweiten Jahr, nicht der Aktionspreis
Hosting monatlich oder jährlich Speicher und Auslieferung vieler grosser Bilder
Pflege laufend neue Arbeiten, Preise, Termine einpflegen
Rechtstexte beim Start und bei jeder neuen Funktion Kundengalerien, Formulare, eingebundene Dienste

Wer eine Agentur beauftragt, bekommt die Zahl erst mit dem Angebot. Für eine einfache Web-App mit eigener Logik liegen die Angebote meist fünfstellig, für ein Produkt mit Logins, Zahlungen und mehreren Rollen oft sechsstellig. Eine Portfolioseite ohne Login liegt darunter, der Betrieb kommt in beiden Fällen dazu. Wie sich die fünf Posten über zwei Jahre verhalten, rechnet Was kostet eine Website? Die fünf Posten und die Rechnung fürs zweite Jahr durch.

Registriere die Domain auf deinen Namen. Dann kannst du sie zu jedem anderen Anbieter umziehen, und das über Jahre aufgebaute Vertrauen bleibt bei deiner Adresse.

Bildrechte, Einwilligungen und die Pflichtseiten

Bei Fotos von Personen zählt die Einwilligung, und sie muss vorliegen, bevor das Bild online geht, nicht danach. Das betrifft Hochzeitsgäste genauso wie das Porträt eines Kunden, das du als Referenz zeigen willst. Halte die Erlaubnis schriftlich fest, am besten im Auftrag selbst.

Ein Cookie-Banner braucht deine Seite nur, wenn Cookies oder ähnliche Technologien eingesetzt werden, für die vorab eine Einwilligung eingeholt werden muss. Eine Galerie, die auf dem eigenen Server liegt, und eine Besucherstatistik ohne Cookies nehmen dem Banner den Grund. Jeder eingebundene Fremddienst, von der Schriftart bis zum Video, muss dagegen in die Datenschutzerklärung.

Impressum und Datenschutzerklärung gehören in die Fusszeile jeder Seite und altern mit ihr: Nach dem Umzug stimmt die Adresse nicht mehr, nach dem neuen Formular fehlt ein Absatz. Was Pflicht ist und was nur Vorsicht, trennt der Artikel Rechtssichere Website: was Pflicht ist und was nur Vorsicht.

Beispiel: Porträts und Hochzeiten auf einer Seite

Eine Fotografin macht zwei Dinge: Porträts für Bewerbungen und Hochzeiten. Zwei Zielgruppen, zwei Budgets, zwei Entscheidungswege. Auf ihrer Seite stehen deshalb zwei Galerien mit je wenigen Arbeiten, darunter je ein Abschnitt zum Ablauf und ein Preisrahmen.

Porträtkunden entscheiden schnell und wollen einen Termin. Für sie steht ein Kalender auf der Seite, mit festen Zeitfenstern im Studio. Welche Fälle so ein Kalender abdecken muss, von der Absage bis zur Erinnerung, steht auf der Lösungsseite zum Buchungssystem.

Hochzeitspaare entscheiden über Monate und vergleichen. Für sie zählt der Ablauf: Vorgespräch, Ablaufplan, Anzahlung, Abgabe der Bilder, Rechte an den Aufnahmen. Diese Seite lebt von Text und einer Handvoll Serien statt von hundert Einzelbildern. Läuft im Frühjahr eine Anzeige für Hochzeitspaare, bekommt sie eine eigene Seite mit genau diesem Angebot, statt die Startseite umzubauen. Wie so eine Seite aufgebaut ist, zeigt Was ist eine Landingpage? Definition, Aufbau, Beispiel.

Welche Website für Fotografen passt zu dir?

Zwei Fragen entscheiden. Erstens: Sollen Besucher nur anfragen, oder sollen sie direkt buchen und bezahlen? Zweitens: Wer pflegt die Seite in einem Jahr?

Wenn Anfragen reichen, genügt eine kleine Seite mit deinen Galerien, dem Ablauf und einem Formular. Wer Termine vergibt, plant von Anfang an mit einem Kalender und nicht mit einem angeklebten Buchungsknopf. Wer Abzüge oder Bildpakete verkauft, wechselt in die Liga der Shops, samt Zahlungen, Bestätigungen und strengeren Rechtsseiten. Und wer Kundengalerien mit Passwort ausliefert, braucht Logins und damit eine Web-App.

Welche Seitenarten es sonst gibt und woran du die passende erkennst, ordnet die Übersicht Arten von Websites: welche es gibt und welche du wirklich brauchst ein. Die beste Website für Fotografen ist am Ende die, die du in einem Jahr noch pflegst, nicht die mit den meisten Bildern.

FAQ

Welcher Homepage-Baukasten eignet sich für Fotografen?

Der, dessen Galerie deine Bildformate auf dem Handy sauber zeigt und dessen Grenzen du kennst, bevor du Inhalte einpflegst. Prüfe vor der Wahl, ob die Domain auf deinen Namen läuft und ob du Bilder und Texte wieder herausbekommst.

Was kostet eine Website für Fotografen im Jahr?

Die Jahresrechnung hat fünf Posten: Bau, Domain, Hosting, Pflege und Rechtstexte. Agenturangebote für eine einfache Web-App mit eigener Logik liegen meist fünfstellig, bei Logins und Zahlungen oft sechsstellig, und die laufenden Posten kommen dazu.

Reicht ein Profil in einem sozialen Netzwerk?

Für Sichtbarkeit hilft es, als Adresse ist es geliehen. Deine Domain läuft auf deinen Namen, lässt sich zu jedem Anbieter umziehen und nimmt das aufgebaute Vertrauen mit.

Wie viele Galerien braucht ein Fotografen-Portfolio?

So viele, wie du Auftragsarten anbietest, und keine mehr. Wer Hochzeiten, Porträts und Produktbilder macht, zeigt je Auftragsart eine Galerie mit wenigen ausgewählten Arbeiten statt eine grosse Sammlung.

Themen: Website für Fotografen, Portfolio, Fotografie, Website erstellen

Quellen

  1. Was ein Portfolio technisch verlangt, Uebersicht der Website-Arten
  2. Die fuenf Posten, aus denen sich der Preis einer Website zusammensetzt
  3. Wann Fotos von Personen eine Einwilligung brauchen

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